Titelaufnahme

Titel
Öffentliche Krankenanstalten und das Europäische Beihilfenrecht / von Sophie Feldenczer, BA
Weitere Titel
Public hospitals and the European State Aid Law
Verfasser/ VerfasserinFeldenczer, Sophie
Begutachter / BegutachterinStorr, Stefan
ErschienenGraz, April 2017
UmfangVII, 88 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Krankenhaus / Finanzierung / Subventionsrecht / Europäische Union
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-112447 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Öffentliche Krankenanstalten und das Europäische Beihilfenrecht [1.15 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Diplomarbeit wird die österreichische Krankenanstaltenfinanzierung nach Maßgabe des europäischen Beihilfenrechts untersucht. Es werden dabei vor allem die Zahlungen der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung und das System der Abgangsdeckung einer beihilfenrechtlichen Prüfung unterzogen. Nach einem anfänglichen Überblick über allgemeine Grundlagen des Krankenanstaltenrechts werden aus dem Blickwinkel der Besonderheiten der österreichischen Krankenanstaltenfinanzierung die Tatbestandsmerkmale einer Beihilfe iSd Art 107 Abs 1 AEUV behandelt. In einem nächsten Schritt wird auf Rechtfertigungsebene geprüft, ob die Zahlungen aufgrund bestimmter Ausnahmetatbestände von der Notifizierungspflicht befreit sein könnten, wobei hier insbesondere Art 106 Abs 2 AEUV als Grundlage in Frage kommt. Davor wird festgestellt, dass Krankenanstalten sogenannte Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse (DAWI) erbringen und somit die von der Kommission erlassenen spezifischen Regelungen für DAWI auf österreichische Krankenanstalten anwendbar sind. Es wird daher insbesondere der Freistellungsbeschluss 2012/21/EU der Kommission zu prüfen sein. Im Verlauf der Prüfung wird stets auf aktuelle Rechtsprechung aus anderen europäischen Mitgliedstaaten Bezug genommen und versucht auf die Besonderheiten und Unklarheiten des Umganges mit dieser Thematik durch die europäische Kommission und das Europäische Gericht hinzuweisen. Die Arbeit kommt grundsätzlich zu dem Schluss, dass das derzeitige österreichische System unionsrechtskonform ist.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis analyses the funding of Austrian hospitals based on the European state aid law. In particular the public sourcing through the performance-oriented hospital financing and the deficit cover will be examined. At the beginning there will be an introduction on the general principles of the law regarding hospitals. Furthermore, the criteria of state aid in terms of Art 107 (1) TFEU will be treated under the perspective of the particularities of the Austrian funding of hospitals. The next step is to examine on the justification level whether there is the option for a notification exemption. Thereby especially Art 106 (2) TFEU is worth considering. Since Austrian hospitals provide so called services of general economic interest (SGEI) the specific regulations for SGEI adopted by the Commission come into effect. The logical foundation for a justification of the state aid is the Commission Decision 2012/21/EU. Therefore an examination based on the criteria of the decision follows. This examination constantly refers to the latest jurisprudence of other member states of the European Union. Furthermore the thesis attempts to provide an overview of the uncertainties and peculiarities in regard to the handling of this topic by the European Commission and the European Court of Justice of First Instance. In principle the thesis concludes that the recent Austrian system is in line with the Union law.