Titelaufnahme

Titel
PS: Liebe Grüße aus dem Schützengraben : Analyse der privaten Postkartensammlung aus dem Ersten Weltkrieg unter der Berücksichtigung von Genderaspekten / vorgelegt von Jacqueline Kielnhofer
Weitere Titel
PS: Greetings from the trenches : gender-focused analysis of a private postcard collection from the First World War
Verfasser/ VerfasserinKielnhofer, Jacqueline
Begutachter / BegutachterinKonrad, Helmut
ErschienenGraz, April 2017
Umfang117 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-112409 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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PS: Liebe Grüße aus dem Schützengraben [6.08 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Diplomarbeit war es, die private Postkartensammlung meines Vaters Gerhard Juritsch in die bestehende wissenschaftliche Forschung über Postkarten im Ersten Weltkrieg einzuordnen und diese ebenso auf geschlechterspezifische Aspekte zu untersuchen.Um die praktische Arbeit mit der Quelle „Bildpostkarte“ in einen theoretischen Kontext zu setzen, wurde zuerst die Geschichte der Postkarte von ihrer Entstehung bis zu ihrer Bedeutung nach dem Ersten Weltkrieg behandelt. Daraufhin folgten die Auseinandersetzung mit Propaganda und Zensur, sowie die vertiefende Beschäftigung mit Rollenkonstruktionen und dem Alltagsleben im deutschsprachigen Raum zu Zeiten des Ersten Weltkriegs. Neben den stereotypischen Geschlechterzuschreibungen von Mann und Frau auf Postkarten, sowohl in der Heimat, als auch an der Front, wurde auch dem Thema Kindheit im Krieg ein besonderer Platz gewidmet, da sich einige Abbildungen mit Kindern in der Sammlung befinden.Um die Zusammensetzung der Sammlung und die Motivation des Sammelns besser zu verstehen, führte ich ein qualitatives Interview mit meinem Vater. Als abschließendes Kapitel wurden die Postkarten nach bestimmten Kriterien geordnet und analysiert. Es folgen einige Beispiele, welche typische Motive veranschaulichen sollen. Die Rollenbilder und Handlungsspielräume wurden eindeutig zugewiesen, der Mann im Militärdienst und die fromme Frau, welche in der Heimat wartet. Dennoch lassen sich auch ein paar alternative Darstellungen finden, welche thematisiert wurden.Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass die Abbildungen auf den Postkarten in eine romantisierende Idylle eingebettet wurden, sei es aus propagandistischen nationalistischen Zwecken, um die Menschen in der Heimat zu beruhigen, weil die Kriegsrealität zu schrecklich war, oder um höhere Stückzahlen zu verkaufen. Es wird wohl eine Kombination aus diesen unterschiedlichen Motivationen gewesen sein, die uns bis heute eine bunte Welt der Kriegspostkarten hinterlassen haben.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this diploma thesis was to classify the private postcard collection of my father Gerhard Juritsch into the existing scientific research on postcards during the First World War and to analyse them regarding gender-specific aspects.To put the practical work with the source "Bildpostkarte" into a theoretical context, the history of the postcard was outlinded from its beginnings up to its importance until after the First World War. This was ensued by the discussion of propaganda and censorship, as well as a thorough examination of the gender role construction and everyday life in the German-speaking world during the First World War. In addition to the stereotypical gender attributions of men and women, both at home and at the front, a special chapter was dedicated to the topic of childhood during the war, since some illustrations also show children .In order to better understand the composition of the collection and the general motivation of collectors I conducted a qualitative interview with my father. As a final chapter the postcards were sorted and analyzed according to specific criteria. Recurring motifs are discussed in detail. In general it can be stated that each of the two sexes were undoubtedly assigned a specific set of characteristics, men in the military service and the devoted women waiting at home. Nevertheless a few postcards contained differing depictions of the sexes, which were discussed as well. In summary, it is obvious that the pictures on the postcards were embedded in a romantic idyll, whether for propagandistic nationalist purposes, to calm the people at home because the reality of war was too horrible to tolerate, or to sell more copies. It probably was a combination of these different motivations, which have left us a wide variety of war postcards to this day.