Bibliographic Metadata

Title
Mit Motivation und Ausbildung ins Kommunaldolmetschen : eine Studie zum Universitätslehrgang Kommunaldolmetschen an der Karl-Franzens-Universtität Graz / vorgelegt von Romana Haidenhofer
Additional Titles
Motivation and training for community interpreting : a study on the university course for community interpreters at the University of Graz
AuthorHaidenhofer, Romana
CensorGrbić, Nadja
PublishedGraz, 2017
Description129 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft <Graz> / Dolmetscher / Ausbildung / Kommunaldolmetschen
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-112261 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Mit Motivation und Ausbildung ins Kommunaldolmetschen [1.41 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Das Phänomen der sog. LaiendolmetscherInnen ist trotz des wachsenden Interesses am Kommunaldolmetschen und der voranschreitenden Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Österreich nach wie vor existent. Gleichzeitig ist in den letzten Jahren ein vermehrtes Aus- bzw. Weiterbildungsangebot zu verzeichnen. Die vorliegende Masterarbeit hat sich zum Ziel gesetzt, die Relevanz des ersten und zweiten Universitätslehrgangs (ULG) Kommunaldolmetschen aus der Sicht der TeilnehmerInnen zu untersuchen. Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurden sechs TeilnehmerInnen des Lehrgangs befragt und die Daten der Themenanalyse nach Froschauer und Lueger (2003) unterzogen. Die Maslowsche Bedürfnispyramide (1970), das Konzept der Integration (Esser 2001, Lockwood 1976) und die Kapitalien nach Bourdieu (1983) dienten dabei als theoretische Erklärungsmodelle. Im Rahmen der Analyse stellten sich die Kategorien beruflicher Werdegang, Motivation, berufliche/private Konsequenzen sowie Integrationspotenzial des ULG als zentral heraus. So ergab die Studie, dass der Großteil der Befragten bereits Vorkenntnisse aufwies, lediglich zwei Personen wurden als reine LaiendolmetscherInnen kategorisiert. Bei allen Befragten kann von intrinsischer Motivation gesprochen werden, da sie sich eigenständig zur Teilnahme entschieden haben. Überraschend war, dass keine der befragten Personen berufliche oder integrationsrelevante Veränderungen in direktem Zusammenhang mit dem ULG stellte. Dies könnte damit zusammenhängen, dass einige inzwischen andere Berufswege eingeschlagen haben bzw. vor dem ULG bereits ein einschlägiges Studium absolviert hatten. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass solche Lehrgänge das Potenzial dazu hätten, insbesondere wenn Dolmetschen als Haupterwerbstätigkeit ausgeübt wird.

Abstract (English)

In spite of the rising interest in community interpreting and the changing attitudes of the public in Austria, the phenomenon of non-professional interpreters still exists. At the same time, there has been an increase in education and training opportunities in recent years. Regarding these conditions, this thesis aims to evaluate the importance of the first and second Community Interpreting Courses (ULG) from the participants point of view. In order to answer the research questions, six participants of the course were interviewed and the data was analysed based on Froschauers and Luegers qualitative content analysis (2003). Maslows theory of human needs (1970), the concept of integration (Esser 2001, Lockwood 1976) and Bourdieus capitals (1983) served as explanatory models. The categories regarding career, motivation, private and professional consequences and integration potential of the ULG were central to the analysis. The analysis shows that a majority of the participants had knowledge of inter-preting before starting the course and only two of them were categorised as non-professional community interpreters. All interviewees participated in the course out of intrinsic motivation as they decided themselves to participate. It was surprising that no interviewee noticed any professional or integration-relevant changes that can be attributed to the ULG. This could be related to the fact that they decided in favour of another profession or that they already had completed a relevant course at university. However, the interviewees highlighted the potential benefit of such training courses, especially when interpreting is the main occupation.