Bibliographic Metadata

Title
Politische Prozesse und demographische Strukturen palästinersischer Flüchtlinge im Vorderen Orient / vorgelegt von Melanie Rupp
Additional Titles
Political processes and demographic structures of Palestinian refugees in the Near East
AuthorRupp, Melanie
CensorCede, Peter
PublishedGraz, 2017
Description180 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme, Karten
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-112197 Persistent Identifier (URN)
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Politische Prozesse und demographische Strukturen palästinersischer Flüchtlinge im Vorderen Orient [8.19 mb]
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Abstract (German)

Seit mittlerweile fast 70 Jahren leben palästinensische Flüchtlinge im Exil. Die Flüchtlingsfrage ist seit der Flucht 1948, der Nakba, Mittelpunkt des israelisch-arabischen Konflikts. In der Arbeit wird untersucht, wohin die Flüchtlinge nach der Staatsgründung Israels im Mai 1948 und dem Sechstagekrieg 1967 geflohen sind. Zunächst gibt es einen kurzen Überblick der historischen Ereignisse ab dem Ersten Weltkrieg. Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reichs erhielten 1920 die Briten das Völkerbundmandat für Palästina. Während des Zweiten Weltkriegs wurden der Rückzug und eine Teilung des Landes überlegt. Letztlich wurde am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeitserklärung Israels von D.B. Gurion verkündet. Im Zuge dieser Gründung flohen rund 700.000 und im Jahre 1967 weitere 300.000 Palästinenser nach Jordanien, in den Libanon, nach Syrien und in die besetzten palästinensischen Gebiete. Anschließend wird der Frage nach der Situation in den Flüchtlingslagern in den Zufluchtsregionen nachgegangen. Palästinensische Flüchtlinge fallen nicht unter die Genfer Flüchtlingskonvention, welches für Flüchtlinge weltweit gültig ist. Für Palästinenser wurden zwei zusätzliche Einrichtungen von der UN geschaffen- die UNCCP und die UNRWA. Die primären Aufgaben sind: die medizinische Versorgung, die Bildung, die finanzielle Hilfe und die Verbesserung der Infrastruktur in den Flüchtlingslagern. Rund 5,5 Millionen palästinensische Flüchtlinge sind bei der UNRWA registriert. Von diesen leben über 1,6 Millionen Flüchtlinge, das entspricht einem Anteil von fast 30%, in Lagern in den benannten Regionen. In Summe betreut die UNRWA 58 Flüchtlingslager, 724 Schulen und 138 medizinische Zentren. In den meisten Aufnahmeregionen- ausgenommen Jordanien, die palästinensische Flüchtlinge aufgenommen haben, besitzen Palästinenser kaum Rechte. Im Gegensatz zu nichtpalästinensische Flüchtlinge wird diesen das Recht auf Rückkehr verweigert, obwohl es in de Resolutionen 194 und 237 gefordert wird.

Abstract (English)

Since almost 70 years, many Palestinian refugees live in exile. The refugee question has been the focal point of the Israeli-Arab conflict since the flight in 1948, the Nakba. The target of this diploma thesis is, to investigate in which regions the refugees fled. The focus lies on the two main drivers oft the flights. These drivers were the foundation of Israel in May 1948 as well as the Six-Day War in 1967. A brief overview of the political impacts in the Near-East effected by the First World War will be given. After the collapse of the Ottoman Empire, the Britsh Empire received a League-of-Nations for Palestine in 1920. During the Second World War the retreat and the division of the country were considered. On May 14, 1948, Israel's declaration of independence was finally proclaimed by David Ben Gurion. Triggerd by the foundation of the state Israel, 700,000 and in 1967, additional 300,000 Palestinians fled to Jordan, Lebanon, Syria and the Occupied Palestinian Territories.Furthermore, the situation in the refugee camps will be investigated. Palestinian refugees are excluded from the Geneva Refugee Convention, which is valid for all other refugees worldwide. For Palestinian people, the UNCCP and UNRWA have been established by the UN. The duties oft the UNRWA are medical care, school education, financial assistance and infrastructure improvement in refugee camps. Approximately 5.5 million Palestinian refugees are registered at UNRWA. More than 1.6 million refugees, nearly 30% of the total population, are living in camps in the previous-mentioned regions. The UNRWA is responsible for 58 refugee camps, 724 schools and 138 medical centers. In most of the host regions - except form Jordan, Palestinians have very few rights. Though the right-of-return for Palestinians is claimed by the UN resolutions 194 and 237, this right is denied by Israel.