Titelaufnahme

Titel
Political correctness à la carte : Analyse ausgewählter Speisebezeichnungen im Fokus der political correctness / verfasst von Marie-Kristin Anisa Mandl, BEd
Weitere Titel
Political correctness à la carte : analysis of chosen terms for dishes with regard to political correctness
Verfasser/ VerfasserinMandl, Marie-Kristin Anisa
Begutachter / BegutachterinNeuhold, Leopold
ErschienenGraz, 2017
Umfang94 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Speise / Name / Diskriminierung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-111896 Persistent Identifier (URN)
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Political correctness à la carte [1.88 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Anliegen der vorliegenden Masterarbeit ist es aufzuzeigen, welche gängigen Speisebegriffe in Österreich als diskriminierend empfunden werden. Dabei liegt die Relevanz dieser Arbeit darin zu begründen, ob und weshalb eine Umbenennung dieser Speisen gerechtfertigt ist. Das erste Kapitel der Arbeit befasst sich mit der Political Correctness im Allgemeinen und gibt Meinungen von Befürworterinnen und Befürwortern sowie Kritikerinnen und Kritikern der Political Correctness wieder. Das zweite Kapitel setzt sich mit der Benennung von Speisen im Fokus der Political Correctness auseinander. Dabei wird festgestellt, dass vor allem Speisebezeichnungen, die sich auf Nationalität/Ethnie oder das äußere Erscheinungsbild verschiedener Gruppen beziehen, nicht immer als politisch korrekt gelten können. Um die Kritik an manchen Speisenamen besser verstehen zu können, wird näher auf die Hintergründe der Begriffe Mohr, Neger, Zigeuner und Indianer eingegangen. Damit soll begründet werden, wieso diese Begriffe abzulehnen sind. Das nächste Kapitel spiegelt unterschiedliche Meinungen zur Umbenennung österreichischer Speisebezeichnungen wider, indem Onlinekommentare zu Zeitungsartikeln analysiert werden.Mit der Umbenennung von problematischen Speisebezeichnungen ist es sicher nicht getan, Diskriminierung zu bekämpfen, aber es ist ein erster Schritt und schafft Bewusstsein für die Thematik. Ferner sind nur wenige Speisen von der Bezeichnungsänderung betroffen, weshalb das Unterfangen nur gering in die österreichische Esskultur eingreift. Die Umbenennung sollte zudem nicht unter gesetzlichem Druck durchgeführt werden, sondern gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gastronomie und Lebensmittelbranche sowie von NGOs, die sich mit Diskriminierung befassen, erfolgen, um ein einheitliches Konzept zu erarbeiten sowie einen Leitfaden, der die Problematik erläutert und Hilfestellung bietet, zu erstellen.

Zusammenfassung (Englisch)

This masters thesis aims to show that there are several prevalent expressions for food in Austria that need to be considered discriminatory. The thesis seeks to determine whether and why a renaming of these dishes is justified. It also aims to raise awareness of the problem of discriminatory names, and to trace current opinions of this issue in Austria. The first chapter deals with the general issue of political correctness, explaining the origins of the concept and presenting an account of the opinions of its supporters and critics. The second chapter focuses on political correctness in connection with the naming of food. It demonstrates that dishes named after their method of preparation, ingredients, origins, inventors, or which honour a person or event are hardly found offensive. Names that reference aspects of nationality, ethnicity and human appearance, on the other hand, cannot be considered politically correct. In order to better understand why certain food names are being criticized, and to argue that terms such as ‘Mohr, ‘Neger, ‘Zigeuner and ‘Indianer should be rejected, these terms will be contextualized and explained. Analysing the comment section of online newspaper articles, the following chapter assembles different opinions concerning the renaming of Austrian dishes. It summarizes the main arguments in the comments, most of which are against or critical about a renaming, and attempts to refute them. Although the changing of problematic terms for food alone is certainly not enough to fight discrimination, it is a first step and can raise awareness. However, the renaming should not be enforced by law, but be decided upon by representatives of the gastronomy and food industries in cooperation with NGOs that are concerned with discrimination. Together, they can devise a consistent plan, as well as formulate guidelines which explain the problem of discriminatory names and provide support and counsel.