Titelaufnahme

Titel
Bedrohungen für das Ziel der Ernährungssouveränität Österreichs / Miriam Hintz
Weitere Titel
Threats to food sovereignty in Austria
Verfasser/ VerfasserinHintz, Miriam
Begutachter / BegutachterinUngericht, Bernhard
ErschienenGraz, März 2017
Umfang129 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Ernährungswirtschaft
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-111754 Persistent Identifier (URN)
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Bedrohungen für das Ziel der Ernährungssouveränität Österreichs [1.52 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das derzeitige Ernährungssystem ist von einem enormen Ungleichgewicht geprägt. In einigen Regionen der Welt leidet ein bedeutender Teil der Bevölkerung an täglichem Hunger, während in anderen Regionen Lebensmittel im Überfluss vorhanden sind. Ein gerechteres Ernährungssystem, das regional und solidarisch organisiert ist, bietet das Konzept der Ernährungssouveränität. Es verfolgt die Ziele, ausreichend gesunde Nahrung für die gesamte Bevölkerung bereit zu stellen, den Landwirten und dem Land Selbstbestimmtheit über ihre Landwirtschaft zu gewähren und dabei die Interessen der Umwelt und der künftigen Generationen zu wahren. Auch für Österreich birgt dies die Möglichkeit eines zukunftsfähigeren Ernährungssystems. Aus diesem Grund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Frage, welche Faktoren das Ziel der Ernährungssouveränität in Österreich bedrohen. Als Bedrohungsfaktoren werden politische, wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Kriterien ermittelt. Zur Analyse der Faktoren werden statistische Daten, einführende Werke zu Ernährungssouveränität und Berichte zu spezifischen Themenbereichen herangezogen. Die Gemeinsame Agrar- und die Subventionspolitik der EU führten zu einer einseitigen Kursausrichtung und einer massiven Überproduktion und begünstigen den Strukturwandel zugunsten großer Betriebe. In Kombination mit einer intensivierten und rationalisierten Landwirtschaft, die sich durch den hohen Einsatz von Maschinen, chemischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln auszeichnet, führt dies zu einer ernsthaften Schädigung der natürlichen Ressourcen Boden, Biodiversität und Wasser. Letztere werden in ihrer quantitativen oder qualitativen Verfügbarkeit zudem vom Klimawandel bedroht. Auch Konsumenten können durch ihre Verhalten zum Gelingen der Ernährungssouveränität beitragen. Alles in allem hätte Österreich großes Potenzial, ein ernährungssouveränes System umzusetzen, ist davon momentan aber weit

Zusammenfassung (Englisch)

The current food system is characterized by a huge imbalance. In some regions of the world, a significant part of the population suffers from daily hunger, while in other regions, food is present abundantly. The concept of food sovereignty, a regionally and solidarily organized food system, offers a more equitable approach. It pursues the objectives of providing healthy and enough food to the whole population, of granting farmers and the country self-determination about their agriculture while preserving the interests of the environment and future generations. This concept is also a sustainable option for Austria. For this reason, this report assesses potential factors threatening the goal of food sovereignty in Austria. Policy, economic, environmental and social criteria were identified as threat factors. Statistical data, introductory literature on food sovereignty, and reports on specific topics were used to analyse these factors.The EUs common agricultural and subsidiary policies have led to a one-sided orientation and overproduction and have favoured a structural change to the benefit of large businesses. In combination with an intensified and rationalized agriculture, which is characterized by its high use of machines, chemical fertilizers and pesticides, this has accelerated serious damage to the natural resources including soil, biodiversity and water. The latter are also threatened by climate change in terms of their quantitative or qualitative availability. Furthermore, the buying public can support food sovereignty through its consumer behavior. All in all, Austria would have great potential to implement a food sovereignty system, but is currently far from it.