Titelaufnahme

Titel
Dr. Google: Wie die medizinische Internetnutzung die Arzt-Patient-Interaktion verändert : die ärztliche Perspektive / Bettina Mair
Weitere Titel
Dr. Google: How the use of the internet for medical purposes changes the doctor-patient interaction : the doctors' view
Verfasser/ VerfasserinMair, Bettina
Begutachter / BegutachterinMuckenhuber, Johanna
ErschienenGraz, Februar 2017
UmfangVII, 139 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-111470 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Dr. Google: Wie die medizinische Internetnutzung die Arzt-Patient-Interaktion verändert [2 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Internet als medizinische Informationsquelle erfreut sich nicht nur aufseiten der PatientInnen immer größerer Beliebtheit, sondern wird auch in großem Ausmaß von medizinischen ExpertInnen genutzt. Dr. Google hat Konjunktur. Vor allem die ärztliche Perspektive auf das Phänomen der Onli-ne-Gesundheitskommunikation hat bisher jedoch vergleichsweise wenig Beachtung erfahren. Die vorliegende Arbeit widmet sich demnach im Rahmen einer qualitativen Studie zum einem der ärztlichen Nutzung von Dr. Google, zum anderen den Erfahrungen und Umgangsformen von MedizinerInnen mit internetinformierten PatientInnen. Dabei wird u.a. untersucht, ob sich die jeweilige Einstellung eines Arztes auf den tatsächlichen Umgang mit den PatientInnen auswirkt und ob die zunehmende Online-Gesundheitskommunikation zu einer Modifizierung der Arztrolle führt. Zu diesem Zweck wurden 15 leitfadengestützte Interviews mit Grazer AllgemeinmedizinerInnen durchgeführt. Nach eingehender Analyse konnten im Sample vier Internetnutzungstypen sowie sechs Einstellungstypen identifiziert werden. Die Mehrheit der Befragten sieht e-Patients als positiv oder zumindest nicht negativ. Es hat sich gezeigt, dass hier zu einem gewissen Grad das Ausmaß der persönlichen medizinischen Internetnutzung des Arztes eine Rolle spielen dürfte. MedizinerInnen, die das Internet im Rahmen ihrer Tätigkeit schätzen und häufig nutzen, sind scheinbar eher dazu geneigt, eine positive Haltung zu e-Patients einzunehmen. Hinsichtlich des ärztlichen Umgangs mit internetinformierten PatientInnen kann gesagt werden, dass dieser nicht durch die jeweilige Einstellung des Arztes beeinflusst wird. Das Erklären, Aussortieren und Interpretieren mitgebrachter Internetinformationen ist zu einem selbstverständlichen Teil der Arztrolle geworden. Eine tiefergehende Unterstützung der PatientInnen im Rahmen ihrer medizinischen Recherchen beispielsweise durch die Empfehlung qualitativ hochwertiger Internetseiten findet allerdings nicht statt.

Zusammenfassung (Englisch)

The Internet as a source for medical information is used not only by patients, but also to a large extent by medical professionals. Dr. Google is booming. Nonetheless especially the practitioners view on the phenomenon of online health information received comparatively little attention. Therefore, the present qualitative study focuses on the one hand on the medical Internet usage of physicians and on the other hand on their experiences and dealing with Internet-informed patients. Thereby, it is examined among other things whether the respective attitude of a doctor towards e-patients affects the actual contact with those patients and whether the increasing amount of online health communication leads to a modification of the doctor's role. For this purpose guided interviews with 15 general practitioners from Graz were carried out. According to the detailed analysis four types of medical Internet usage as well as six types of attitude towards e-patients could be identified in the sample. The majority of the interviewed practitioners receive e-patients as positive or at least not negative. In this respect it appears that to a certain degree the extent of the personal medical Internet use of the doctor might play a role. It seems that those practitioners who esteem and often use the Internet within the scope of their professional occupation rather take a positive attitude to e-patients.Regarding the dealing of e-patients the study revealed that the respective attitude of a practitioner does not influence how he or she is handling patients. Explaining, interpreting and sorting out the Internet information of the patient has become a natural part of the doctor's role. However, a more in-depth support of the e-patient concerning his or her online medical researches for example, by the recommendation of high-quality websites does not take place.