Titelaufnahme

Titel
Mehrsprachigkeit und ihre ethischen Dimensionen im klinisch-ambulanten Alltag : Dolmetschqualität, Patient_innen-Autonomie und soziale Gerechtigkeit / vorgelegt von Anna Windisch, BA
Weitere Titel
Multilingualism and its ethical dimensions in an outpatient daily life : quality of interpretation, patient autonomy and social justice
Verfasser/ VerfasserinWindisch, Anna
Begutachter / BegutachterinRuckenbauer, Hans-Walter
ErschienenGraz, 2017
Umfang117 Blätter : Diagramme, Tabellen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Arzt / Patient / Kommunikation / Dolmetschen
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110929 Persistent Identifier (URN)
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Mehrsprachigkeit und ihre ethischen Dimensionen im klinisch-ambulanten Alltag [0.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Information und Informationsaustausch sind in vielen Bereichen des Lebens für ein gelingendes Miteinander vonnöten, besonders relevant ist dies jedoch in Bereichen, wo Leben und Lebensqualität von gelingender Kommunikation abhängen. So ist im medizinischen Kontext das Aufklärungsgespräch und der Informationsaustausch zum Zwecke einer Entscheidungsfindung gefordert, um das Selbstbestimmungsrecht der Patient_in und eine gerechte medizinische Versorgung aller Patient_innen einer Gesellschaft zu ermöglichen. Im Rahmen dieser Arbeit werden mögliche Aspekte und Folgen einer Sprachbarriere aufgrund verschiedener Erstsprachen im klinischen Kontext behandelt. Hierfür werden eine Literaturanalyse zur Feststellung von Optionen der Handhabung solcher Situationen sowie den daraus entstehenden Folgen für alle Beteiligten aufgestellt und diskutiert. Es zeigt sich, dass Lai_innen, insbesondere Kinder, auch an Grazer Kliniken für Menschen mit anderer Erstsprache als Deutsch dolmetschen und dies erhebliche Nachteile für die Gesundheit und Gesundheitsversorgung der Patient_in als auch für die dolmetschende Person hat. Da das Hinzuziehen professioneller Dolmetscher_innen vor Ort aus diversen Gründen nicht immer möglich ist, werden auch Telefon- und Videodolmetschen als mögliche Alternativen diskutiert. Eine ethische Zusammenschau umfasst die Analyse, Bewertung und Reihung der möglichen Handlungsoptionen für eine Sprachbarrierenüberbrückung nach dem prinzipienethischen Ansatz von Beauchamp & Childress (1976). Es zeigt sich, dass es unter Berücksichtigung zahlreicher verschiedener Aspekte einzig Handlungsoptionen mit professioneller Dolmetschqualität vermögen, eine gerechte und gute Gesundheitsversorgung unter Berücksichtigung von Autonomie und Ressourcenallokation zu gewährleisten.

Zusammenfassung (Englisch)

Information and its exchange is necessary in many areas of life for successful cooperations, but it seems especially relevant in constellations where quality of life and life itself depend on the functioning of communication. Thus the medical informed consents discussion is important to maintain patient autonomy and to guarantee a fair and equitable medical care for all members of the society. It is in scope of this work, to consider possible aspects and results of language barriers where people with different primary languages interact in medical settings. The thesis includes a literature analysis aiming to identify potential options of coping with language barrier related difficulties and their possible consequences regarding all individuals involved. Research shows that in Graz non-professional interpreters including children work as community interpreters for people with other primary languages as German. This threatens not only a valid and good healthcare for patients with other primary languages but also carries negative consequences and disadvantages for the community interpreters. As on-site consultations of professional interpreters are due to different reasons not always possible, this work concludes a brief discussion about alternative options such as remote interpreting via telephone or video conferences. In a final ethical synopsis all different possible courses of action are analysed, evaluated and ranked after the principle-ethics method by Beauchamp and Childress (1979). Taking into account a vast number of different aspects, the findings show only action options including professional interpreters are able to guarantee autonomy of all patients, fair resource allocation and equitable good health care.

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