Titelaufnahme

Titel
Polygames Heiratsverhalten im makedonischen Königshaus und bei den frühen Diadochen : die Heiratspolitik der "unmäßig triebgesteuerten royalen Swerenöter"* / vorgelegt von Kathrin Schreiner
Weitere Titel
Polygamous marriage behaviour in the Macedonian Royal House and early Diadochi
Verfasser/ VerfasserinSchreiner, Kathrin
Begutachter / BegutachterinTausend, Sabine
ErschienenGraz, 2017
Umfang130 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; genealogische Tafeln
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110894 Persistent Identifier (URN)
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Polygames Heiratsverhalten im makedonischen Königshaus und bei den frühen Diadochen [1.93 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit behandelt das Heiratsverhalten und die Familienstrukturen der antiken makedonischen Königsdynastie der Argeaden sowie das der frühen hellenistischen Herrscherfamilien der Seleukiden, Antigoniden und Ptolemaier. Beginnend in der makedonischen Frühzeit werden sämtliche Heiratsverbindungen der makedonischen und hellenistischen Könige aufgezeigt, wobei ein Höhepunkt in der Heiratspolitik von Philipp II. und seinem Sohn Alexander dem Großen ersichtlich ist. Jene Generäle, die sich nach dem Tod Alexanders durchsetzen und zu Königen erheben konnten, die Diadochen, folgten zunächst in ihrem Heiratsverhalten den argeadischen Traditionen.Besonderes Augenmerk der Untersuchung liegt auf der Auffindung von Gründen für das relativ rasche Ende von polygamen Familienverhältnissen in der zweiten bzw. dritten Generation der Dynastien. Dabei wird von einem Zusammenhang zwischen Legitimationsbestrebungen, dem Entstehen der hellenistischen Flächenstaaten und dem Aufkommen von serieller Monogamie ausgegangen. Etwaige Umstände für die veränderten Familienverhältnisse unter den frühhellenistischen Dynasten wurden in der bisherigen Forschung kaum betrachtet. Daher zeigt die vorliegende Arbeit mehrere für die Forschung bedeutende neue Aspekte auf.In die Analyse sind nicht nur schriftliche, numismatische, epigraphische und ikonografische Quellen, sondern auch die neuesten anthropologischen und archäologischen Untersuchungsergebnisse einbezogen.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis deals with the marriage behaviour and the family structures of the ancient Macedonian royal dynasty of the Argeads as well as of the early Hellenistic ruling families of the Seleucids, Antigonids and Ptolemies. Beginning in the early Macedonian period, all marriages of the Macedonian and Hellenistic kings will be examined, with a special focus on the marriage policy of Philip II and his son Alexander the Great. When some of Alexanders generals, the so-called Diadochi, could ascent to kingship after the death of Alexander they initially followed the Argeadic traditions in their marriage behaviour. Therefore, particular attention is paid to finding reasons for the relatively quick ending of polygamous family relations in the second or third generation of the dynasties. It is assumed, that there is a connection between attempts of legitimization, the emergence of Hellenistic territorial states, and the emergence of serial monogamy. Potential factors for the change in family structures of early hellenistic dynasties were rarely considered in previous research. Hence this thesis points out several new aspects for future studies. The analysis includes in addition to written, numismatic, epigraphic and iconographic sources also the latest results of anthropological and archaeological research.