Titelaufnahme

Titel
Herausforderungen für die kommunale Planung vor dem Hintergrund des demographischen und gesellschaftlichen Wandels am Beispiel Wohnen / vorgelegt von Katharina Drage
Weitere Titel
Demographic and social transition as a challenge for spatial planning : the example of housing
Verfasser/ VerfasserinDrage, Katharina
Begutachter / BegutachterinZimmermann, Friedrich
ErschienenGraz, 2017
Umfang111 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Karten
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Gemeinde / Planung / Wohnen / Bevölkerungsentwicklung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110844 Persistent Identifier (URN)
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Herausforderungen für die kommunale Planung vor dem Hintergrund des demographischen und gesellschaftlichen Wandels am Beispiel Wohnen [1.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Städte der Zukunft stehen vor zahlreichen Herausforderungen, zu denen neben ökologischen und ökonomischen Entwicklungen gesellschaftliche Prozesse wie der demographische und gesellschaftliche Wandel zählen. Neue, heterogene Familienformen, die durch diesen Wandel entstehen, manifestieren sich unter anderem durch differenzierte Bedürfnisse im Wohnen. Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen und gesellschaftlichen Wandels auf Wohnen, und stellt die Frage, wie die kommunale Planung auf diese Entwicklung reagieren kann. Die theoretische Einführung beleuchtet Wohnen mit Hilfe der Stadtgeographischen Theorien von WERLEN 1988 und HEINEBERG 2006. Die Erkenntnisse der AutorInnen sind, dass Wohnen ein Bedürfnis ist, dass zu den Daseinsgrundfunktionen zählt und durch Raumaneignung passiert (VGL. WERLEN 1988 und HEINEBERG 2006). In einem ersten Schritt wurden im Theorieteil die Entstehungshintergründe des demographischen und gesellschaftlichen Wandels anhand Untersuchungen von CALDWELL 2004, SCHMITZ-VELITN 2009 , SCHNUR 2010 und weiteren AutorInnen erklärt. Aus der Theorie lässt sich erkennen, dass sich die Gesellschaft aufgrund von ökonomischen und technologischen Entwicklungen wandelt, älter wird, und differenzierte Ansprüche an Wohnen stellt. Im Zentrum dieses Wandels steht der Trend der Individualisierung der Lebensstile. Im nächsten Schritt wurde die Entwicklung der Wohnpolitik in Österreich skizziert: Wohnpolitik gibt die Entwicklungsrichtung von Wohnen vor und beeinflusst Wohnen maßgeblich durch Gesetze und (finanzielle) Lenkungsmaßnahmen. Diese Gesetze und (finanziellen) Lenkungsmaßnahmen bilden Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Planung agieren kann. Die Ergebnisse der Literaturrecherche zeigen, dass vor allem die Neuorientierung der Wohnpolitik ein wichtiger Schlüssel in der positiven Weiterentwicklung von Wohnen ist.Die kommunale Planung regiert auf gesellschaftliche Veränderungen und kann vor allem durch Vorgaben, die den (öffentlichen) Raum, die Dichte der Bausubstanz und die Nutzung der Flächen betreffen, Einfluss auf Wohnen nehmen. Im praktischen Teil wurden die Erkenntnisse der Fachliteraturrecherche mit ExpertInnen aus Raumplanung, Wohnbauforschung, Soziologie und Kommunalpolitik diskutiert. In den Ergebnissen der ExpertInneninterviews wird deutlich, dass Handlungsbedarf für die kommunale Planung besteht. Die Instrumente der kommunalen Planung bieten unterschiedliche Möglichkeiten, auf die heterogenen Bedürfnisse zu reagieren. Neben der Adaptierung der Förderung ist vor allem mehr Vielfalt im Wohnbau mit verschiedenen Wohnungsgrößen und flexibel nutzbaren Grundrissen ein Schlüsselaspekt.

Zusammenfassung (Englisch)

Today, cities worldwide are faced with a multitude of challenges which can broadly be divided into ecological, environmental and social challenges, including demographic and social change. This thesis analyses the impact of demographic and social change on housing and focuses on the influence and impact of city planners and politicians on this development. This research is designed to explore the following questions: What are the housing needs of people today and tomorrow? What can city planners do to cope with these needs? Within theoretical realms, the first look at housing was taken by using urban Geography theories and the findings of the “Munich School of Social Geography“. This theory states that housing is a need, one of the five functions of existence that shapes space (VGL. WERLEN 1988 UND HEINEBERG 2006).Furthermore, based on the findings of SCHMITZ-VELTIN 2009 and CALDWELL 2004, the origins of the demographic transition as well as the social transition are described. Society changes dynamically because of economic and technological transition - all these resulting in changing housing needs.Focussing on the development of housing in Austria, housing policies influence the development, therefore laws and funding become the framework for urban planning. Taking a deeper look into housing policies, the field of spatial planning was characterized. Within city development, city planners, political decision makers and private housing agencies are the key players. Interviews were conducted with professionals concerned with spatial planning and housing. The results of the interviews indicate that there is a need for action in housing. In accordance with existing theory, experts confirmed that the instruments currently in use are adequate to satisfy peoples heterogeneous needs. They further indicate the lack of need for implementing new instruments like the “concept for housing” but rather focus on the requirement for increased political awareness in housing policies. Research shows the immediate necessity for more diversity in housing, varying apartment sizes, and adoptable floor plans for different user groups. In order to face future challenges, a holistic view on housing is necessary. Improvement in housing policies is imperative to develop housing that is future-oriented and is concerned with peoples heterogeneous needs.

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