Titelaufnahme

Titel
Die Toteninsel von Arnold Böcklin und Sergej Rachmaninoff : ein musikalisches Gemälde / vorgelegt von Corina Maria Koller, BA
Weitere Titel
The Isle of the Dead from Arnold Böcklin and Sergei Rachmaninoff : a musical painting
Verfasser/ VerfasserinKoller, Corina Maria
Begutachter / BegutachterinLein, Edgar
ErschienenGraz, 2017
Umfang149 Blatt : Zusammenfassungen (2 Blatt) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
SchlagwörterBöcklin, Arnold <Toteninsel> / Rachmaninov, Sergej Vasilʹevič <Die Toteninsel>
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110771 Persistent Identifier (URN)
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Die Toteninsel von Arnold Böcklin und Sergej Rachmaninoff [3.24 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Maler Arnold Böcklin, welcher fünf Versionen der Toteninsel fertigte, wurde am 19. Oktober 1827 in Basel geboren. Seinen Lehrer Johann Wilhelm Schirmer fand der damals junge Künstler in Düsseldorf. Arnold Böcklin war ein vielseitig gebildeter Mann, welcher gerne las und sich intensiv mit Musik beschäftigte. Er sammelte besonders auf seinen Italienreisen Eindrücke, welche für seine Kunst von großer Bedeutung waren. Man geht davon aus, dass ihn besonders die Klarheit der Formen der italienischen Landschaft so stark faszinierte, dass sie für sein Œuvre prägend war. Arnold Böcklins Wiederholungen bei Bildinhalten bedeuteten immer eine Weiterentwicklung und es ist zu beobachten, dass seine Bilder dadurch einfacher und eindrucksvoller wurden.In Adolf Hitler, welcher elf Werke des Künstlers besaß, hatte Arnold Böcklin einen großen Bewunderer. Die dritte und bekannteste Version der Toteninsel, welche sich heute in der Nationalgalerie in Berlin befindet, hing im Empfangssaal der Reichskanzlei in Berlin.Die Idee des Bildinhaltes entstand, als Frau Marie Berna in das Atelier des Künstlers kam und sich „ein Bild zum Träumen“ wünschte. In allen fünf Versionen dominiert ein steil aus dem Meer herausragender Felsen die Bildmitte. Die halbkreisförmigen Felsen öffnen sich zum Betrachter hin. Ein Kahn mit einem quergelagerten Sarg und einer mumienartigen Figur gleitet Richtung Insel. Das Gemälde vermittelt den Eindruck von lautloser Abgeschiedenheit. Die Zypressen, welche auf der Insel wachsen, gelten als Symbol der Trauer und des Todes. Es war nicht Arnold Böcklin selbst, welcher seinem Bild den Namen gab, sondern der Kunsthändler Fritz Gurlitt.Die zwei berühmtesten Vertonungen der Toteninsel stammen von Max Reger und Sergei Rachmaninoff. Rachmaninoff kämpfte sein ganzes Leben lang mit Zweifeln über sein schöpferisches Talent. Er komponierte die Toteninsel, Op. 29, welche als sein orchestrales Meisterwerk gilt, im Jahr 1909 nach einem Schwarz-weiß-Foto. In dem Werk scheinen die ersten Takte das Schaukeln des Bootes darzustellen, und als Antrieb für die Komposition fungiert das Dies irae-Motiv. In Sergei Rachmaninoffs Werken ist eine Affinität zu dunklen, schicksalsschweren Bildern erkennbar.

Zusammenfassung (Englisch)

Arnold Böcklin, born in Basel on October 19th, 1827, painted five versions of the Isle of the Dead. He studied under Johann Wilhelm Schirmer in Düsseldorf, Germany. A polymath, Böcklin also read widely and experimented with music. He collected significant impressions for his artwork during journeys to Italy. The clarity of the Italian landscape was formative to his oeuvre. Repetitions in Böcklins work consistently strengthened the development of content in his paintings. Adolf Hitler, an admirer of Böcklins work, acquired eleven of his artworks. The third and best-known version of the Isle of the Dead hung in the reception room of the Reichskanzlei in Berlin.Inspiration for the content of the paintings came to Böcklin, after Marie Berna, visited his studio to commission “a picture to dream of”. In all five versions of the work, there is domination by a prominent rock in the middle of a dark sea. A boat with a coffin and a figure glides towards the isle. The painting implies silent loneliness. The cypresses, which grow on the isle, are symbols of sorrow and death. However, rather than the painter, it was Arnold Böcklins art dealer who suggested the title of Isle of the Dead.The best-known musical renderings of the painting are from Max Reger and Sergei Rachmaninoff. Throughout his entire life, Rachmaninoff was plagued with self-doubts about his musical talent. Inspired by a black and white print of Böcklins painting, he composed The Isle of the Dead, Op 29. The composition evokes the pitch and toss of the boat on the water and was stimulated by the dies irae-motif. There is also an appetence for dark and fateful pictures in the oeuvre of this composer.