Titelaufnahme

Titel
Verweigerung des Geschlechtsverkehrs und der Fortpflanzung als scheidungsrelevante Eheverfehlung / vorgelegt von Tanja Verbunkic
Weitere Titel
Refusal of intercourse and reproduction as a divorce-relevant marital misconduct
Verfasser/ VerfasserinVerbunkic, Tanja
Begutachter / BegutachterinHinteregger, Monika
ErschienenGraz, Januar 2017
Umfang91 Blätter ; Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110676 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Verweigerung des Geschlechtsverkehrs und der Fortpflanzung als scheidungsrelevante Eheverfehlung [1.09 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich kritisch mit der Wertung der „Verweigerung des Geschlechtsverkehrs“ und „Verweigerung der Fortpflanzung“ als Eheverfehlungen in der österreichischen Rechtsordnung. Diese Eheverfehlungen sind besonders umstritten, da sie die Intimsphäre der Ehegatten berühren. Zunächst wird die historische Entwicklung der Gesetzeslage aufgezeigt. Hierzu wird auch die Entwicklung des Scheidungsrechts skizziert. Anschließend wird die entsprechende Judikatur dargestellt, systematisiert und analysiert. Im Anschluss werden die divergierenden Ansichten der Lehre erörtert. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem sexuellen Selbstbestimmungsrecht. Dadurch, dass die Verweigerung des Geschlechtsverkehrs als Eheverfehlung gewertet wird, wird nämlich in das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung der Ehegatten eingegriffen. Ein weiterer Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit ist das Wesen der Ehe gemäß § 44 ABGB. Auf das Wesen der Ehe berufen sich regelmäßig Befürworter einer Fortpflanzungspflicht. Nach einer Darstellung des § 44 ABGB werden Gründe herangezogen, weshalb leg cit nicht mehr zeitgemäß ist. Ferner ziehen sich durch die gesamte Arbeit eigene Lösungsvorschläge. Abschließend fasst ein Ergebnis die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Zusammenfassung (Englisch)

The work in hand deals critically with the "refusal of intercourse" and the "refusal of reproduction" as divorce-relevant marital misconducts in the Austrian legal system. These marital misconducts are highly controversial because of their infringements of the spouses' privacy. Firstly, the historical development will be demonstrated. For this purpose the development of the divorce law will be outlined. Subsequently, the relevant judicature will be depicted, systemized and analyzed. Following this, the diverging legal opinions will be debated. While doing so, the main focus lies on the sexual self-determination. By assessing the refusal of intercourse as a marital misconduct, the right on sexual self-determination of the spouses is violated. Another emphasis of the present work lies on the essence of marriage according to § 44 ABGB. Proponents of the obligation of the reproduction refer to the essence of marriage consistently. After an exposition of § 44 ABGB reasons, which show why leg cit is not contemporary any more, will be consulted. Further, own solutions will be extended through the whole work. Finally, a conclusion will summarize the most important findings.