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Title
Die Erweiterung des Nationalparks Kalkalpen aus der Perspektive der Politischen Ökologie / verfasst von: Philip Nigl, BSc
Additional Titles
The extension of the National Park Kalkalpen from the perspective of political ecology
AuthorNigl, Philip
CensorLieb, Gerhard
PublishedGraz, 2017
Description78 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Karten
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Nationalpark Kalkalpen / Politische Ökologie
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110650 Persistent Identifier (URN)
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Die Erweiterung des Nationalparks Kalkalpen aus der Perspektive der Politischen Ökologie [3.08 mb]
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Abstract (German)

Der Nationalpark Kalkalpen hat sich bei dessen Gründung im Jahre 1997 dem etappenweisen Erweiterungsauftrag verpflichtet, der seit nun mehr als 18 Jahren nicht erfolgt ist. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Einerseits führten Sparmaßnahmen dazu, dass Verhandlungen über eine Nationalparkerweiterung im Jahre 2009 zwischen dem Land Oberösterreich und Grundstücksbesitzern abgebrochen wurden. Andererseits gibt es einige Akteursgruppen, die sich vehement gegen eine Nationalparkerweiterung aussprechen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, das Konfliktpotenzial auf lokaler Ebene aufzuzeigen und in das Konzept der Politischen Ökologie zu integrieren. Das dafür untersuchte Erweiterungsszenario betrifft die Naturschutzgebiete Haller Mauern, Bosruck und Warscheneck. Dieses Szenario würde der im oberösterreichischen Nationalparkgesetz geforderten Erweiterung entsprechen und der Nationalpark würde von derzeit 208,5 km2 auf insgesamt 267,86 km2 anwachsen. Für die Untersuchung des Konfliktpotenzials wurde der Zugang mittels qualitativer problemzentrierter Interviews gewählt. Bei dieser Methode wurden bestimmte Themen bzw. Probleme aus verschiedenen Perspektiven zusammenfassend dargestellt. Anschließend wurden die Erkenntnisse daraus im Kontext der Politischen Ökologie interpretiert. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass eine Nationalparkerweiterung ein durchaus hohes Konfliktpotenzial aufweist. Obwohl die Erweiterungsgebiete bereits unter Naturschutz stehen, würden sich die Schutzbestimmungen im Falle einer Erweiterung als Naturzone verschärfen. Dies würde dazu führen, dass traditionell nachhaltige Wirtschaftsweisen, die tief in Teilen der lokalen Bevölkerung verankert sind, dann nicht mehr möglich wären, mit der Auswirkung, dass der Nationalpark als „Zusperr-Projekt“ empfunden wird. ^Besonders die Jägerschaft wäre davon betroffen, da eine konventionelle Jagd, so wie sie derzeit im Untersuchungsgebiet stattfindet, nicht mehr möglich wäre. Ein weiteres Konfliktpotenzial liefert die Tatsache, dass sich das Naturschutzgebiet Warscheneck in einem touristisch hoch interessanten Gebiet befindet. Es sind Pläne einer Skigebietserweiterung veröffentlicht, die das Skigebiet Höss-Hinterstoder mit dem Skigebiet Wurzeralm verbinden soll, wobei das Naturschutzgebiet zum Teil beansprucht werden würde. Die Befürworter dieses Projektes betonen die Bedeutung für die regionale Wirtschaft und die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Die Gegner stufen die Verbindung als ökonomisches und ökologisches Desaster ein. Aufgrund der Auseinandersetzungen um die vorhandenen ökologischen Ressourcen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um sich als Region bewusst zu werden, in welche Richtung man sich entwickeln möchte, damit die politischen Entscheidungsträger die entsprechenden Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung schaffen können.

Abstract (English)

The National Park Kalkalpen was founded in the year 1997. In the statute there is a declaration that the national park area should grow step by step. The reasons, why this has not happened in a sufficient range until today, are complex. On one hand the economic crisis and its aftermaths lead to a discontinuation in negotiations between representatives from the federal state Upper Austria and landowners in the year 2009. On the other hand some stakeholders act vehemently against the expansion of the national park. Therefore, the aim of this master thesis is to show the conflict potential of an enlargement at the local level and to integrate it into the concept of political ecology. The investigated areas are the nature reserves Haller Mauern, Bosruck and Warscheneck. In this scenario, the national park would grow from current 208,5 km2 to a total area of 267,86 km2.As empirical research method I chose the qualitative problem-centered interview. This method was used to summarize the opinions about the conflict potential from different perspectives. Afterwards, the findings were interpreted in the context of the political ecology.The results of the research show, that the national park expansion has a high conflict potential, although the areas of the expansion scenario are already under nature protection. The problem is that in case of a dedication as a core zone of the national park, the protection measures in the investigation area will be exacerbated with consequence for some parts of the local population. Especially the huntsmen would be affected, because conventional hunting would no longer be possible. Another conflict potential is because of the fact, that the nature reserve Warscheneck is a very interesting area for the tourism industry. There are plans to connect the ski resort Hinterstoder-Höss with the ski area Wurzeralm and for this purpose they have to utilize some parts of the protected landscape. The advocates of this project emphasize the importance for the regional economy and the creation and maintenance of jobs. The opponents classify the connection as an economic and ecological disaster.Such conflicts about environmental resources can be a good reason for politicians and residents which live in and around the potential area, to find a decision if they want to develop their region complied with the national park concept or not.

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