Bibliographic Metadata

Title
Übersetzung als gemeinsames Werk? : der Übersetzungsprozess aus der Perspektive von AuftraggeberInnen und ÜbersetzerInnen / vorgelegt von Maga. Marie-Theres Gruber
Additional Titles
Translation as a joint creation? : clients' and translators' perspectives on the translation process
AuthorGruber, Marie-Theres
CensorRisku, Hanna
PublishedGraz und Granada, 2017
Description153 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Annotation
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Übersetzung / Auftraggeber / Übersetzer / Vernetzung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110626 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Übersetzung als gemeinsames Werk? [2.59 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

In einer zunehmend vernetzen Welt scheint sich auch Translation dieser Entwicklung nicht entziehen zu können. Ausgehend von der Vermutung, dass an heutigen Übersetzungsprozessen nicht nur ÜbersetzerIn und AuftraggeberIn beteiligt sind, untersucht diese Arbeit zum einen, welche Erwartungen ÜbersetzerInnen und AuftraggeberInnen aneinander haben und inwiefern sie Übersetzung als gemeinsames Werk erachten. Zum anderen wird versucht, anhand dreier Fallstudien auf Basis von Latours Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) zu beleuchten, wie aktuelle translatorische Produktionsnetzwerke gestaltet sein können.Um die Fallbeispiele in die Translationswissenschaft einbetten zu können, werden zu Beginn Translation und Kommunikation, Rolle und Arbeitsbedingungen von ÜbersetzerInnen, KundInnenzufriedenheit, Erwartungen und Kooperation bei Übersetzungen in Wirtschaft, Technik und Industrie sowie der Übersetzungsprozess behandelt. Daran anschließend wird Netzwerkforschung im Allgemeinen und in der Translationswissenschaft betrachtet und die Akteur-Netzwerk-Theorie vorgestellt, anhand derer die drei Fallstudien untersucht werden. Diese bestehen aus je zwei Leitfadeninterviews, in denen AuftraggeberIn und ÜbersetzerIn zum selben Projekt befragt wurden.Die Beteiligten scheinen die gegenseitigen Erwartungen größtenteils zu kennen und zu erfüllen. Dies betrifft v. a. korrekte und pünktliche Lieferung, Vertrauen, Professionalität und Kommunikation. Diskrepanzen ergaben sich bei den Themen Zeit, Bezahlung und im Spannungsfeld Ausbildung vs. freier Markt. Die Übersetzung wurde unterschiedlich stark als gemeinschaftliches Werk wahrgenommen, wenngleich sich alle AuftraggeberInnen für das Ergebnis mitverantwortlich fühlten. Die Netzwerkanalyse zeigt, dass an Übersetzungsprozessen eine Vielzahl von AkteurInnen(-Netzwerken) beteiligt ist, v. a., da im Sinne der ANT auch nicht-menschliche bzw. technische Elemente als gleichwertige AkteurInnen(-Netzwerke) betrachtet werden.

Abstract (English)

Todays world seems to be increasingly connected and it appears that translation is no exception. Based on the assumption that current translation processes encompass more than one translator and one client, this masters thesis investigates, on the one hand, what clients and translators expect from each other and whether they consider the translation a joint creation. On the other hand, it seeks to shed light on current translation networks, examining three case studies, based on Latours Actor-Network Theory (ANT).In order to provide a theoretical background for the investigation, the thesis first focuses on translation and communication, translators roles and working conditions, client satisfaction, expectations and cooperation, translation in business, engineering and industry and the translation process. It then gives an overview of network research in general and in translation studies, with a special emphasis on Actor-Network Theory. Based on this theoretical framework, the thesis examines three case studies, each comprising two interviews with the translator and the client, respectively, on the same project.The results suggest that the interviewees knew of and met most of each others expectations, especially in terms of correct and punctual delivery, trust, professional behaviour and communication. It seems that major discrepancies concerned time, payment and the disparities between ideal working conditions discussed in translator training and those encountered on the free market. While some interviewees regarded the translation process more as a joint effort than others, all clients acknowledged that they felt somewhat responsible for the outcome. The analysis of the translation production networks implies that current translation processes include a high number of actors and actor-networks, especially with regards to the fact that ANT considers technical elements and non-human actors as equal actors/actor-networks.

Stats
The PDF-Document has been downloaded 109 times.