Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen einer anaeroben Vorbelastung der Beinmuskulatur auf die maximale Laktatkonzentration und Wettkampfleistung im 100m Kraul-Schwimmen / vorgelegt von Birgit Koschischek, BSc
Weitere Titel
Effects of an anaerobic pre-load of the leg muscles on the maximum lactate concentration and competition performance in 100 m freestyle swimming
Verfasser/ VerfasserinKoschischek, Birgit
Begutachter / BegutachterinHofmann, Peter
ErschienenGraz, 2017
Umfang62 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blatt) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Aufwärmen / Kraulschwimmen / Lactatstoffwechsel
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110601 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkungen einer anaeroben Vorbelastung der Beinmuskulatur auf die maximale Laktatkonzentration und Wettkampfleistung im 100m Kraul-Schwimmen [2.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Es ist bekannt, dass Aufwärmen positive Effekte auf eine anschließende körperliche Belastung hat. Intensives Aufwärmen (anaerobe Vorbelastung) führt jedoch zu Veränderungen der Energiebereitstellung und wurde als nachteilig für nachfolgende Leistung beschrieben.Ziel dieser Studie war es herauszufinden, ob eine gezielte Beeinflussung des Metabolismus zu einer Veränderung der maximalen Schwimmleistung über 100m Kraul führt.Zehn Wettkampf-Schwimmer und Schwimmerinnen (Alter: 20,6 5,8, Größe: 179,4 7,1 cm, Gewicht: 70,15 10,1 kg) führten zwei maximale 100m Kraul Rennen, mit und ohne Vorbelastung an verschiedenen Tagen in randomisierter Reihung durch. Die Vorbelastung der Beine (40 Sek) beinhaltete Hock-Strecksprünge von mindestens 35 Wiederholungen. Neun Minuten nach Beendigung der Vorbelastung startete das 100m Kraul-Rennen. Bei beiden Testungen wurden jeweils Laktat, Teilzeiten der zuvor eingeteilten Abschnitte und die Gesamtzeit gemessen. Die 100m Kraul-Leistung war mit der Vorbelastung signifikant schneller, wobei zwei Schwimmer ohne Vorbelastung schneller waren. Signifikante Unterschiede konnten für die Teilstrecke 50 m (p = 0,018) und die Endzeit 100 m (p = 0,050) festgestellt werden. Des Weiteren konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen den maximalen Laktatwerten und der maximalen Schwimmleistung gefunden werden. In Bezug auf die Laktatproduktion war diese beim 100 m Kraul-Schwimmen ohne Vorbelastung signifikant größer.Die erhobenen Ergebnisse zeigten, dass die 100 m Kraul-Leistungen mit einer anaeroben Vorbelastung schneller waren. Aufgrund der intensiven anaeroben Vorbelastung der Beinmuskulatur kommt es zu einer Inhibierung der Glykolyse im nachfolgenden 100 m Kraul Rennen mit einer signifikanten Reduktion der Netto-Laktatkonzentration und einer möglichen Erhöhung des aeroben Stoffwechsels. Es kann vermutet werden, dass die Beeinflussung des Metabolismus durch intensives Aufwärmen zur Verbesserung der nachstehenden Belastung führen kann.

Zusammenfassung (Englisch)

It is generally known that prior physical activity (warm-up) has positive effects on subsequent exercise performance. High intensity anaerobic priming exercise induces changes in the energy supply which may improve performance.Aim of the present study was to determine, if selectively influencing exercise metabolism can alter performance in a 100 m freestyle swimming time-trial.Ten competitive male and female swimmers (age: 20,6 5,8 years, height: 179,4 7,1 cm, weight: 70,15 10,1 kg) performed 2 maximal 100 m freestyle trials on separate days, with and without prior high-intensity anaerobic pre-load, in a randomized design. The pre-load of the legs lasted 40 seconds and included hock-stretching jumps of at least 35 repetitions. The 100 m freestyle time-trial started nine minutes after the pre-loading. Lactate, split times of the previously divided sections and the total time were assessed on both trials.Performance in the 100 m time-trial was significantly faster with pre-load, although two swimmers being faster without. Significant differences were observed for the first 50 m (p = 0,018) and for the 100 m (p = 0,05). Furthermore, a significant correlation between the maximum lactate values and the maximum swimming performance was found. The values of the net lactate-production were significantly greater in the 100 m freestyle without preloading.These data indicate that priming exercise improved performance in the 100 m freestyle trial. Due to the intense anaerobic pre-load on the leg muscles, glycolysis was inhibited in the subsequent 100 m freestyle performance indicated by a significant reduction of the net lactate concentration and a possible increase in the aerobic metabolism. It can be assumed that optimization of exercise metabolism by means of intense pre-load exercise may leads to the improvements in performance of subsequent exercise.