Titelaufnahme

Titel
Aggression und Gewalt durch PatientInnen gegen Pflegepersonal in der Gesundheits- und Krankenpflege
Weitere Titel
Aggression and violence by patients against nurses in the health and medical care
Verfasser/ VerfasserinWeinberger, Rudolf
Begutachter / BegutachterinEgger, Rudolf
ErschienenGraz, 2016
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110548 Persistent Identifier (URN)
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Aggression und Gewalt durch PatientInnen gegen Pflegepersonal in der Gesundheits- und Krankenpflege [2.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: In Gesundheitseinrichtungen tätige Pflegekräfte sind im beruflichen Alltag Gesundheitsgefährdungen durch Aggression und Gewalt von PatientenInnen ausgesetzt. Zur Implementierung deeskalierender Maßnahmen in Österreich existieren gesetzliche Rahmenbedingungen. Aussagen Pflegender zu Patientenübergriffen veranlassten den Autor diese Arbeit zu verfassen.ZielZiel der vorliegenden Arbeit ist es Aggression und Gewalt gegen Pflegen-de darzustellen und Möglichkeiten der Deeskalation aufzuzeigen. MethodeUm die Forschungsfragen zu beantworten, fand eine Recherche wissen-schaftlicher Literatur in Datenbanken statt (WorldCat, Google Scholar, Gemeinsamer Bibliotheksverbund (GBV)). Im April 2016 fand eine Daten-erhebung mit POPAS statt. Auszubildende (n=76) wurden retrospektiv zu Aggressionsereignissen durch PatientInnen befragt. Die deskriptive Da-tenanalyse erfolgte mit dem Statistikprogramm SPSS 22.0. ErgebnisseDer aktuelle Stand der Literaturanalyse zeigt, dass bezüglich aggressiver Verhaltensweisen valide Assessmentinstrumente und effiziente Deeskalationsmethoden existieren. Erworbenes Wissen zur Deeskalation erhöht das Sicherheitsgefühl der Betroffenen. Kernkompetenzen für den Umgang mit aggressiven Verhalten sind messbar. Die Ergebnisse der quantitativen Erhebung des POPAS-Fragebogen zeigen, dass verbale Übergriffe ohne klare Drohung (45.9%) am häufigsten vorkommen. Bezüglich sexueller Einschüchterung/Belästigung durch PatientInnen wurde festgestellt, dass weibliche Auszubildende sexuellen Einschüchterungen/Belästigungen signifikant (t74=-2.019, p=.05) häufiger ausgesetzt waren, als männliche Auszubildende. SchlussfolgerungAufgrund der Ergebnisse kann im Gesundheitswesen die Implementierung deeskalierender Maßnahmen zum Schutz der MitarbeiterInnen empfohlen werden. Zur Wissensgenerierung von Kernkompetenzen im Aggressionsmanagement, besteht vermutlich erhöhter Fortbildungsbedarf, insbesondere bei weiblichen Mitarbeiterinnen und Auszubildenden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Nursing staff in health care facilities are subjected to aggression and vio-lence by patients in their profession for various reasons. There are basic legal parameters to implement de-escalating measures in Austria (indus-trial safety law). Meaningful statements by nurses concerning assaults by patients are the reason for this thesis.AimThe aim of this thesis is to document aggression and violence against nursing staff and to show possible ways to de-escalate the situation.MethodResearch of scientific literature in various databases (WorldCat, Google Scholar, Gemeinsamer Bibliotheksverbund (GBV)) was conducted to an-swer research questions. In April 2016 data collection with the help of the Perception of Prevalence of Aggression Scale was executed. Students (n=76) were asked in retrospect about incidents of aggression by patients within the previous 12 months.The descriptive analysis of the data was carried out with the statistics pro-gram SPSS 22.0.ResultsThe status quo of the literature analysis shows that there are both valid assessment tools and efficient de-escalation methods concerning aggres-sive behaviour in the health care sector. Acquired knowledge regarding de-escalation heightens the sense of security of the affected persons. Core competences in handling aggressive behaviour are measurable. The result of a quantitative research by POPAS questionnaire shows that verbal assaults without any distinct threat (45.9%) are among the most frequent. Concerning sexual intimidation/harassment it was found that female students are significantly more frequently exposed to sexual intimidation/harassment than male students. ConclusionDue to these results, the implementation of de-escalating measures for the protection of the employees in the health care sector can be recommended. Regarding the acquisition of core competences in aggression management there is a presumably higher demand for further education especially among female employees and students.