Titelaufnahme

Titel
Der ressourcenorientierte Ansatz in der Altenpflege - ein Plädoyer für mehr Menschenwürde im Alter
Weitere Titel
The resource oriented approach in geriatric care a pleading for more human dignity at the age
Verfasser/ VerfasserinHochrainer, Christian
Begutachter / BegutachterinEgger, Rudolf
ErschienenGraz, 2016
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110481 Persistent Identifier (URN)
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Der ressourcenorientierte Ansatz in der Altenpflege - ein Plädoyer für mehr Menschenwürde im Alter [1.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Literaturstudie setzt in ihrer Zielsetzung auf eine vermehrte (Re-) Sensibilisierung von Pflegepersonen für eine menschenwürdige, ressourcen- und fähigkeitsorientierte Altenpflege. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit sowohl aus ethisch- menschlicher als auch aus volkwirtschaftlicher Sicht steigenden Bedeutung, wird das Thema aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet. Durch einen Vergleich von salutogenetischen und pathogenetischen Ansätzen werden unterschiedliche Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Würde von alten Menschen dargestellt. Die Betrachtung ressourcen- und fähigkeitsorientierter Aspekte bei ausgewählten Pflegemodellen und Pflegekonzepten ist ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit. Die Darstellung der ethischen und rechtliche Rahmenbedingungen für eine fähigkeitsorientierte, menschenwürdige Altenpflege zeigt für Deutschland mit der „Charta der Rechte hilfe- und pfle-gebedürftiger Menschen“, in der Schweiz mit den „Grundlagen für Verantwortli-ches Handeln in Heimen und Institutionen“ und in Österreich mit der „Patien-tencharta“ und dem neuen Gesundheits- und Krankenpflegegesetz eine sehr gute bis gute Basis. Die beschriebenen Pflegemodelle und -konzepte von Monika Krohwinkel, Barbara Messer, Rüdiger Bauer, Erwin Böhm, Jürgen Georg und Weitere sind auf teilweise ähnliche aber auch unterschiedliche Art und Weise ausgeprägt würde-, ressourcen- und fähigkeitsorientiert. Erkenntnisse der Altersforschung, der Neurowissenschaften sowie daraus resultierende Folgerungen für die Ausbildung in den Pflegeberufen dienen einer breiten Abstützung des Themas. Für die reale Praxis in der Altenpflege bedarf es aus Sicht des Verfassers jedoch eines Umdenkens, einer Abkehr von überbordender Bürokratie und übertriebener Ablauforientierung zugunsten einer (Re-)Fokussierung auf die Kernkompetenzen der Pflege. In dieser Hinsicht sollten Gesellschaft, Politik und Führungspersonen in Pflegeberufen vermehrte Anstrengungen unternehmen und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this literature study is to increase awareness and (re-) sensitize nursing professionals to dignified, resource-oriented and ability-oriented geriatric care. Against the backdrop of demographic change and the growing importance both from an ethical and economic point of view, the topic has been examined from the most diverse of perspectives. By comparing salutogenetic and pathogenetic approaches different effects on the quality of life and dignity of the elderly are presented. A further focus of this work is the consideration of resources and skills-oriented aspects in selected nursing models and nursing concepts. The basic ethical and legal conditions for ability-orientated humane geriatric care are co-vered very well by the „charter of the rights of help-destitute and nursing-destitute people“ in Germany, the “fundamentals of care at homes and institutions” in Switzerland and a "patient's charter" and new health and nursing law in Austria. The described nursing models and concepts by Monika Krohwinkel, Barbara Messer, Rüdiger Bauer, Erwin Böhm, Jürgen Georg and others are distinctive oriented in a partly similar but also different way to dignity, resources and abilities. The findings from research into ageing, the neurosciences, and the resulting implications for training in nursing care professionals broadly support this topic. However, in practice, in geriatric care, from the perspective of the author their needs to be a change in thinking, a move away from excessive bureaucracy and exaggerated process-orientation in favor of a (re-) focusing on the core competences of nursing. In order to achieve this, society, politics and leaders in care professions must create appropriate framework conditions.