Titelaufnahme

Titel
Die gefühlte Temperatur als Parameter für bioklimatische Vergleiche in der Steiermark
Weitere Titel
The perceived temperature as a parameter for bioclimatic comparisons in Styria
Verfasser/ VerfasserinKothmaier, Christoph
Begutachter / BegutachterinLazar, Reinhold
ErschienenGraz, 2017
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-110274 Persistent Identifier (URN)
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Die gefühlte Temperatur als Parameter für bioklimatische Vergleiche in der Steiermark [4.09 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der bioklimatischen Analyse von vier Kurortstandorten in der Steiermark in deren Vordergrund die Mensch-Umwelt-Beziehungen stehen. Neben den für bioklimatische Untersuchungen üblichen Analysen der Lufttemperatur, Sonnenscheindauer, relative Feuchte und Windgeschwindigkeiten ist die Auswirkung dieser Parameter auf den menschlichen Organismus entscheidend. Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit auf der Analyse der gefühlten Temperatur, die daraus abgeleitete thermische Empfindung und folgend die physiologische Auswirkung auf den menschlichen Organismus.Die verwendeten Daten der Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit sowie der relativen Feuchte entstammen von den jeweiligen Stationen in den Untersuchungsgebieten, deren Daten von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zur Verfügung gestellt wurden. Die Analyse der gefühlten Temperatur (Wind-Chill) für die Wintermonate ergibt das Auftreten bzw. die Häufigkeitsverteilung der Windchill-Klassen zu den Terminen 0700, 1400 und 1900 und resultiert größtenteils in der thermischen Empfindung „ziemlich kalt“ und „sehr kühl“. Diese thermischen Empfindungen gelten als „schwache Belastung“ für den Organismus und resultieren in Kältebelastungen. Die Häufigkeitsanalyse der physiologischen Wirkung der Windchill-Verhältnisse ergibt hauptsächlich Kältestress. Ausschlaggebend für einzelne Tage mit Komfort zum 1400 Termin ist die Häufigkeit der thermischen Empfindung „kühl“ mit Werten zwischen 16 bis 26 % in den Wintermonaten. Die Analyse der gefühlten Temperatur (Äquivalenttemperatur) für die Sommermonate ergibt das Auftreten bzw. die Häufigkeitsverteilung der Äquivalenttemperatur-Klassen zu den Terminen 0700, 1400 und 1900 und resultiert größtenteils in der thermischen Empfindung „sehr kühl“, „kühl“ und „behaglich“. Diese thermischen Empfindungen gelten als „ mäßige und schwache Belastun Belastung“ für den menschlichen Organismus. Die Häufigkeitsanalyse der physiologischen Wirkung der Äquivalenttemperatur-Verhältnisse ergibt zu einem sehr großen Teil Komfortbedingungen in den Inneralpinen- und Vorlandstandorten, während Tage mit Kältebelastungen vereinzelt in den Inneralpinen-Standorten auftreten und Tage mit Wärmebelastung nur im sehr geringen Ausmaß in den Vorlandstandorten in den Sommermonaten anzutreffen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

The present paper deals with the bioclimatic analysis of four spa resorts in Styria with the focus on human-environment relations. Besides the analyses of air temperature , sunshine duration, relative humidity and wind speed, which are typical for bioclimatic investigations, the effect of these parameters on the human organism is decisive. Therefore, the focus of this work is the analysis of the perceived temperature. Furthermore the derived thermal sensations and the physiological effect on the human organism. The data used of air temperature, wind speed and relative humidity were provided by the Central Institution of Meteorology and Geodynamics (ZAMG).The analysis of the perceived temperature (wind-chill) for the winter months has shown the occurrence respectively the frequency distribution of the wind-chill classes at 7 am, 2 pm and 7 pm, which results in thermal sensation „quite cold“ and „very cool“. These thermal sensations are considered as „weak strain“ and result in cold thermal loads for the human organism. The frequency analysis of the physiological effect of the wind-chill conditions mainly results in cold stress in the investigation areas. Days with comfort conditions are rare and will be reached at 2 pm in the investigation areas. The analysis of the perceived temperature (equivalent temperature) for the summer months has shown the occurrence respectively the frequency distribution of the equivalent temperature classes at 7 am, 2 pm and 7 pm, which results in thermal sensation „very cool“, „cool“ and „comfortable“. These thermal sensations are considered to be „moderate and weak strain“ as well as „no strain“ on the human organism. The frequency analysis of the physiological effect of the equivalent temperature conditions mainly results in comfort conditions in the investigation areas. Days with cold stress conditions occur only occasionally in the inner alpine area, while days with “heat loads” occur only to a very small extent during the summer months in the foreland.