Titelaufnahme

Titel
Der Kulturverein Friedrich Schiller in Triest : eine soziologische Fallstudie / Georg Wurzer, BA
Weitere Titel
The cultural association Friedrich Schiller in Trieste : a sociological case study
Verfasser/ VerfasserinWurzer, Georg
Begutachter / BegutachterinScherke, Katharina
ErschienenGraz, Februar 2017
Umfang94 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Triest / Deutsch / Sprachliche Minderheit / Kulturverein / Kulturelle Identität
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-109974 Persistent Identifier (URN)
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Der Kulturverein Friedrich Schiller in Triest [1.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Gründung des „Kulturvereins Friedrich Schiller“ im Jahre 2007 und die Bezugnahme dadurch auf die gleichnamige Triestiner Organisation des 19. Jahrhunderts bot den Anstoß für die vorliegende Studie, welche sich zum Ziel setzte, dieses scheinbar neue Phänomen zu beleuchten um im Zuge dieses Prozesses einen Einblick in die aktuelle Situation der Deutschsprachigen in Triest zu erlangen. Im Rahmen einer Fallstudie wurden verschiedene qualitative Methoden eingesetzt, um die Fragen zu beantworten, wie und warum dieser Verein gegründet wurde, welche Rolle er für die Identifikation seiner Mitglieder spielt, welche Motivationen Menschen dazu bringen, sich im Verein zu engagieren, wie der Verein in der Öffentlichkeit der Stadt wahrgenommen wird und welche Rolle er für eine eventuelle „deutschsprachige Minderheit“ spielt. Es stellte sich heraus, dass die Gründung des Vereins recht pragmatischer Natur war und es sich hier weniger um ein neues Phänomen handelte, sondern vielmehr um die Transformation alter Zusammenhänge. Die vorgefundenen Indentifikationsmuster wurden nach vier Idealtypen unterteilt. Diese waren (1) Bezugnahme auf Österreich/Deutschland, (2) Abgrenzung von Italien, (3) Betonung von „Mischidentität“, bzw. über-nationalen Identifikationen und (4) Nostalgie als identitätsstiftendes Element. Es wurden drei Motivationstypen gebildet: pragmatisch-motivierter, nostalgisch-motivierter und biographisch-motivierter Typus. Die öffentliche Wahrnehmung erschien gemeinhin als sehr gering und auf ein sehr spezifisches Milieu begrenzt. Die Rolle für die „deutschsprachige Minderheit“, ist als ambivalent zu betrachten, da der Verein Bezugspunkt für eben diese sein möchte, es nach einhelliger Meinung seiner Mitglieder aber (noch) nicht ist. Wie genau sich die Gruppe der Deutschsprachigen in Triest heute zusammensetzt, werden weiterführende Untersuchungen zeigen müssen.

Zusammenfassung (Englisch)

The foundation of the „Kulturverein Friedrich Schiller“ in the year 2007 and the reference to the Triestine 19th century association of the same name through that provided the initial for this study, which set itself the goal, to shine a light on this seemingly new phenomenon, and to gain an insight on the current situation of the group of German-speaking people in Trieste through that process. Within the frame of a case study research, several qualitative methods were used to answer the questions, how and why this association was founded, which role it plays for the identification of its members, which motivations they have to engage in the association, how it is recognized in the city's public and which role it plays for a possible „German-speaking minority“. It was found that the foundation of the association had quite pragmatic reasons and that it wasn't actually a new phenomenon, but rather the transformation of old connections. The observed ways of identification were categorized in four ideal-types. Those were (1) reference to Austria/Germany, (2) distinction from Italy, (3) emphasizing on „mixed identities“, or supra-national identification, and (4) nostalgia as a source for identity. Three motivational types were argued: pragmatic-motivated, nostalgically-motivated and biographically-motivated type. The public perception seemed to be generally very low and limited to a very specific milieu. The role for the „German-speaking minority“ can be described as ambivalent, since the association wants to be orientation-point for this group, but according to the unanimous opinion of its members it is not (yet). How exactly the group of German-speaking people in Trieste is composed today, will have to be subject of further research.