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Title
Der Einfluss von Selbstwertbedrohung auf die executive control von Personen bei der Bearbeitung von positiven und negativen Eigenschaftsworten / Engelbrecht, Julia
Additional Titles
The impact of self-threat on the executive control in relation to positive and negative adjectives
AuthorEngelbrecht, Julia
CensorAthenstaedt, Ursula
PublishedGraz, 2016
Description105 Blätter : Diagramme
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Narzisstische Kränkung / Thalamus
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-109744 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss von Selbstwertbedrohung auf die executive control von Personen bei der Bearbeitung von positiven und negativen Eigenschaftsworten [3.41 mb]
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Abstract (German)

Menschen verfügen über das fundamentale Bedürfnis ihren Selbstwert aufrecht zu erhalten und zu schützen. Dabei kann es zu einer selbstwertbasierten Selektion von Informationen kommen, indem selbstwertförderliche Informationen in der Verarbeitung bevorzugt und selbstwertbedrohliche Inhalte vernachlässigt werden. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten zudem darauf hin, dass es im Rahmen einer Selbstwertbedrohung auch zu Veränderungen auf neurologischer Ebene, insbesondere in den Bereichen des Thalamus und des dACC kommt. Da diese beiden Gehirnregionen maßgeblich an der Aktivierung und Steuerung der Aufmerksamkeit beteiligt sind, kann davon ausgegangen werden, dass eine Selbstwertbedrohung auch einen Einfluss auf die Aufmerksamkeit von Personen hat. In der vorliegenden Untersuchung wurde angenommen, dass eine Selbstwertbedrohung eine frühzeitige Veränderung in der Aufmerksamkeitslenkung mit sich bringt, die dazu führt, dass Personen ihre Aufmerksamkeit aktiv auf positive Informationen lenken und negative Informationen vernachlässigen. Zudem wurde erwartet, dass sich der habituelle Selbstwert in moderierender Weise auf die Aufmerksamkeit auswirkt. Es wurden 185 Personen untersucht, wobei die eine Hälfte ein selbstwertbedrohendes und die andere Hälfte ein nicht selbstwertbedrohendes Leistungsfeedback erhielt. Im Anschluss daran wurde die Aufmerksamkeit der Personen gegenüber positiven und negativen Eigenschaftswörtern mithilfe eines selbstkonstruierten Aufmerksamkeitstest untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Personen, die in ihrem Selbstwert bedroht werden, sich bei der Konfrontation mit negativen Informationen stärker von inkongruenten Stimuli ablenken lassen als bei der Konfrontation mit positiven Informationen. Personen, die nicht in ihrem Selbstwert bedroht werden, zeigen hingegen keinen Unterschied in ihrer Aufmerksamkeit auf negative und positive Worte.

Abstract (English)

Maintaining and, if possible, increasing ones self-esteem is a fundamental human need leading to cognitive avoidance of certain information. Individuals prefer self-flattering content, while self-threatening information is neglected during processing. Moreover, current research suggests that self-threat may lead to changes on a neurological level, especially in the areas of the thalamus and dACC. Since these two brain areas play an essential part in activating and controlling attention, it can be assumed that self-threat influences a persons attentiveness. The present study assumed that self-threat leads to an early change in attention control, which results in individuals actively turning their attention to positive information, while neglecting negative information. Additionally, it was assumed that trait self-esteem moderates attention. Of the 185 people tested, half the group received self-threatening performance feedback, while the other half received self-flattering feedback. Subsequently, respondents attention towards positive and negative adjectives was tested using a self-designed attention network task. The results suggest that individuals who are threatened in their self-esteem are more distracted by incongruent stimuli when confronting negative information than by confronting positive information. Those respondents who experienced no threat did not show a difference in their attention towards positive and negative words.