Titelaufnahme

Titel
Metadiscourse in classroom language / vorgelegt von Sonja El-Heliebi, BA
Verfasser/ VerfasserinEl-Heliebi, Sonja
Begutachter / BegutachterinPenz, Hermine
ErschienenGraz, 2016
Umfang90 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-109727 Persistent Identifier (URN)
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Metadiscourse in classroom language [2.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, wie LehrerInnen Metadiskurs ('metadiscourse markers= verwenden, um Sprachenlernen zu erleichtern und zu fördern. Außerdem war Zweck dieser Studie herauszufinden, ob Metadiskurs das Potential hat, Machtverhältnisse und Rollenverteilungen zu beeinflussen. Zuerst wurde das Konzept der Schulsprache generell näher beleuchtet und ein kurzer Überblick über Sinclair und Coulthards 1975er ‚Rank Scale Modell des gesprochenen Diskurses gegeben, welches - mit leichten Anpassungen - nach wie vor als nützliches Modell zur Bewertung des Unterrichtsdiskurses betrachtet werden kann. Danach wurde das Verhältnis von Sprache und Macht behandelt, indem Foucaults Überlegungen über den Zusammenhang von Diskurs, Sprache und Macht diskutiert wurden. Schließlich wurde auf einen speziellen Ansatz der pädagogischen Grammatik näher eingegangen, nämlich David Newbys ‚Cognitive + Communicative Approach und ein kurzer Überblick über den lernerzentrierten Unterricht mit der Methode des ‚scaffoldings präsentiert. Im praktischen Teil der Arbeit wurde eine Englischstunde an der FH Graz Joanneum (Fachhochschule für angewandte Wirtschaften) analysiert, und näher auf die Verwendung von Metadiskurs durch den Lehrer eingegangen. Die Ergebnisse der Auswertung meiner Daten zeigten, dass der Lehrer insgesamt 162 Diskursmarker innerhalb einer 40-minütigen Unterrichtsstunde benutzte, eine beeindruckende Anzahl. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Arbeit lässt sich schließen, dass eine Veränderung der Machtverhältnisse in heutigen Klassenzimmern erkennbar ist, was dazu führen könnte, dass in Zukunft die Lernenden in den Mittelpunkt des Unterrichts rücken. Das Modell von Sinclair und Coulthard erwies sich als ein nützliches Mittel, um den Unterrichtsunterricht aus sprachlicher Sicht zu untersuchen, berücksichtigt aber freilich nicht gewisse pädagogische Eigenheiten der in Bildungseinrichtungen stattfinden Dynamiken. Daher ergab diese Arbeit, dass ein ‚Methodenmix, sowie das Bewusstsein über die Ambiguität der Sprache die beste Voraussetzung für guten Unterricht darstellt.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to examine how teachers use metadiscourse to potentially promote and facilitate language learning. The purpose of this study was also to find out whether metadiscourse markers have the potential to establish and influence power relations. Furthermore, the concept of classroom language was discussed and a brief overview of Sinclair and Coulthards ‘Rank Scale Model of spoken discourse was given. This model was widely used in the 1960s70s to analyse classroom talk. In a slightly adapted version it can still be considered as a useful tool to evaluate classroom discourse. Moreover, the relationship between language and power was addressed, taking into account Foucault's considerations on the connection between discourse, language and power. Finally, both a short overview of the learner centered teaching approach of ‘scaffolding and David Newby's approach to pedagogical grammar was discussed,i.e. the ‘Cognitive+Communicative Approach. In the empirical part of this study an English lesson recorded at the FH Graz Joanneum (University of Applied Sciences) was analysed with regards to the use of metadiscourse markers by the teacher. The results of the analysis of the data showed that the teacher used 162 discourse markers in total within a forty minute lesson, which is an impressive sum. On the basis of the results of this research, it can be concluded that change in power relations is visible in the forms of communication occurring in todays classroom language. The Sinclair and Coulthard model proved to be a useful means to examine classroom discourse from a linguistic point of view but admittedly does not take into account certain pedagogical idiosyncrasies occurring in educational institutions. To place the learners in the centre of instruction seems a logical consequence in modern classrooms, in particular in connection with providing them with a network of peers and thus engage and empower them to make use of all available resources.