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Title
Zeloten und andere religiöse Eiferer : zum Bild der Aufständischengruppen im Bellum Judaicum des Flavius Josephus / vorgelegt von Verena Hoffer
Additional Titles
Zealots and other religious bigots an image of insurgent groups in the Bellum Judaicum of Flavius Josephus
AuthorHoffer, Verena
Censor2017-02
Thesis advisorLinder, Margit
PublishedGraz, 2017
Description138 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
KeywordsJosephus, Flavius <De bello Judaico>
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-109519 Persistent Identifier (URN)
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Zeloten und andere religiöse Eiferer [1.3 mb]
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Reference
Abstract (German)

Das Bellum Judaicum des Flavius Josephus gilt als Hauptquelle zum Jüdischen Krieg (66-73 n. Chr.). Josephus war selbst Augenzeuge des Krieges, da er zunächst in Galiläa als militärischer Befehlshaber tätig gewesen war und schließlich die Belagerung Jerusalems (70 n. Chr.) im Gefolge des Titus miterlebt hatte. Bei der Verfassung seines Geschichtswerkes Bellum Judaicum hat er es sich zum Ziel gesetzt, eine exakte Darstellung des Jüdischen Krieges zu verfassen und die beiden Kriegsparteien objektiv zu beurteilen. Josephus möchte mit seinem Werk auch deutlich machen, wen er für den Krieg verantwortlich macht. Während er sowohl das einfache Volk als auch die Römer als vollkommen unschuldig darstellt, spricht er die Schuld ausschließlich den jüdischen Aufständischen und deren Anführern zu. Die Frage der vorliegenden Arbeit ist, an welcher Stelle und auf welche Weise die Aufständischen im Bellum Judaicum dargestellt werden und welchen Standpunkt Josephus gegenüber ihnen einnimmt. Schließlich soll klar werden, ob Josephus seinem Objektivitäts-Anspruch gerecht wird. Die genaue Analyse des Bellum hat gezeigt, dass Josephus Berichterstattung von seiner Intention getragen wird, das einfache Volk und die Römer als unschuldig darzustellen. Um dies zu erreichen, stellt er die Aufständischen und ihre Führer als vollkommen grausam, hinterhältig, rücksichtslos, gesetzesbrecherisch und gottlos dar. So entsteht ein durchwegs negatives Bild der Rebellen. Um das Leid, welches diese dem Volk angetan haben, hervorzuheben, gibt Josephus vermutlich gewisse Ereignisse übertrieben, wenn nicht sogar unkorrekt wieder. Es lässt sich somit feststellen, dass Josephus sowohl bei der Bewertung der Aufständischen als auch der Römer seinen eigenen Standpunkt einfließen lässt. Seinen selbst auferlegten Objektivitäts-Anspruch erfüllt er daher nicht.

Abstract (English)

Flavius Josephus Bellum Judaicum is considered to be the main source to the Jewish War (66-73 A.D.). Josephus has been an eyewitness of this war, because of his function as a military commandant in Galilee. He further witnessed the siege of Jerusalem (70 A.D.) in the wake of Titus. In his historical work Bellum Judaicum he summarizes the events and his personal experiences of the war. Thereby he set himself the goal of composing an accurate and complete representation of the Jewish War, including an objective judgement of both war parties. However, with his work Joseph also wants to emphasize whom he believes to be responsible for this war. While he claims the people and the Romans to be innocent, he assigns the guilt solely to the Jewish rebels and their leaders. The thesis of the present paper is to question where and in which way the rebels are depicted in the Bellum Judaicum and which stance Josephus takes concerning the rebels. Finally, it should be clarified whether Josephus meets his own requirements of being objective. A detailed analysis of the Bellum Judaicum has shown, that Josephus reporting is influenced by his intention of representing the people and Romans as innocent. In order to reach this goal, he depicts the rebels and their leaders as cruel, devious, merciless, lawbreaking and godless. In this way, a consistently negative image of the rebels is created. To accentuate the harm that has been done to these people, Josephus presumably exaggerates some of the events, maybe he even adulterates them. For this reason, it is ascertained, that Josephus includes his own point of view in the assessment of the rebels troops and the Roman people. His self-imposed aspiration of being objective is therefore not fulfilled.

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