Titelaufnahme

Titel
Aluminiumindustrie als wirtschaftspolitische Priorität Islands-Umweltprobleme und der gesellschaftliche Diskurs darüber.
Weitere Titel
The aluminium industry as Iceland's economic policy priority-Ecological problems and the connected social discourses
Verfasser/ VerfasserinCigler, Carina
Begutachter / Begutachterin2017-02
GutachterLieb, Gerhard
ErschienenGraz, 2017
Umfang92 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassung in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Island / Aluminiumindustrie / Umweltschutz
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-109490 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Aluminiumindustrie als wirtschaftspolitische Priorität Islands-Umweltprobleme und der gesellschaftliche Diskurs darüber. [6.8 mb]
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Nachweis
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit untersucht die Ursachen und Probleme der Ansiedlung der Aluminiumindustrie auf Island sowie die gesellschaftlichen Diskurse darüber. Die Arbeit zeigt jedoch nicht nur die positiven und negativen Aspekte der Aluminiumindustrie auf, sondern erläutert auch mögliche Alternativen zur Schwerindustrie in einem gesamtwirtschaftlichen Kontext. Durch eine Diversifizierung der Wirtschaft kam es auf Island zur Ansiedlung der Aluminiumindustrie. Der Bau von drei Aluminiumwerken und den dazugehörigen Wasserkraftwerken führte zu einer Belastung der Biodiversität und der Ökosysteme auf Island. Die Natur Islands ist aufgrund der geographischen Lage besonders sensibel. Entscheidend ist, dass die Vegetation des Hochlands bereits vor der Ansiedlung der Schwerindustrie durch die Beweidung mit Schafen einer Belastung ausgesetzt wurde. Die Bisse und Tritte der Schafe, welche sich in den Sommermonaten unkontrolliert im isländischen Hochland bewegen können, schädigen die Vegetation der Insel stark. Eine Analyse der gesellschaftlichen Diskurse rund um das Aluminiumwerk Fjarðaál und das Kárahnjúkar-Kraftwerk zeigt auf, dass die Umwelt nicht so stark beeinflusst wurde, wie es von den UmweltschützerInnen oft dargestellt wird. Zu bedenken ist, dass die Natur des Hochlands bereits vor dem Bau des Hálslón Staubeckens nicht als „unberührt" bezeichnet werden konnte. Nichtsdestotrotz wurde die Notwendigkeit dieses Aluminiumwerks in Frage gestellt, da auch ein Ausbau der bereits vorhandenen Werke eine Option gewesen wäre. Dennoch ist in diesem Zusammenhang anzumerken, dass das Aluminiumwerk Fjarðaál mit dem Export von Aluminium positive Auswirkungen auf die isländische Wirtschaft hat. In der Literatur wird der Ausbau des Tourismus als eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Alternative zur Schwerindustrie angeführt. Diese kann jedoch ebenfalls negative Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis examines the reasons for and the problems with the establishment of the aluminium industry in Iceland as well as the social discourses coming with it. This thesis will not only show the positive but also the negative aspects of the aluminium industry and due to that explain the alternatives to heavy industry in an overall economic context. The aluminium industry in Iceland was established because of a diversification of the economy. The construction of three aluminium plants and the power plants that come with them, caused environmental damages regarding the biodiversity and the ecosystems in Iceland. The icelandic nature is very sensitive because of its geographical location. However, sheep grazing already damaged the vegetation of the highlands, before the aluminium industry even had the chance to establish. The bites and steps of the sheep which graze freely and uncontrolled during the summer months, cause a severe damage to the vegetation. Through an analysis of the social discourses of the aluminium smelter Fjarðaál and the power plant Kárahnjúkar it was determined that the damage to the environment was not as severe as represented by environmental activists. It should be kept in mind that the nature of the highlands should not have been considered "untouched" even before the construction of the reservoir Hálslón. Nonetheless, it is doubtful if it was necessary to build another aluminium smelter as the expansion of the existing ones would have been an option too. However, Fjarðaál exporting aluminium has a positive effect on the economy of Iceland. In respective literature, the expansion of the tourism sector is pictured as an alternative to the aluminium industry. This would be, without doubt, a more sustainable and eco-friendly possibility but can also have negative effects on the environment.