Titelaufnahme

Titel
Der Einsatz von partizipativen Strukturelementen in Interviews mit Kindern / vorgelegt von Karoline Rettenbacher, BA
Weitere Titel
The influence of participatory structural elements in interviews with children
Verfasser/ VerfasserinRettenbacher, Karoline
Begutachter / BegutachterinWalter-Laager, Catherine
ErschienenGraz, 2016
Umfang99 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blatt) + 1 CD-ROM ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
Zusammenfassungen in deutscher und englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kind <4-6 Jahre> / Interview / Partizipation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-109459 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Der Einsatz von partizipativen Strukturelementen in Interviews mit Kindern [1.07 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der hier vorliegenden Masterarbeit wird folgender Forschungsfrage nachgegangen: Welchen Einfluss hat der Einsatz von partizipativen Strukturelementen in Interviews, auf das ungleiche Machtverhältnis zwischen 4- bis 6-jährige Kindern und Forscher*innen? Das Machtverhältnis zwischen Erwachsenen und Kinder ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig, so auch in Forschungssituationen. Wie stark dieses ausgeprägt ist und welchen Einfluss es auf die beteiligten Personen hat, hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Seit den 80er Jahren befindet sich die Kindheitsforschung in einem Wandel, in dem das Bild von Kind und der Kindheit sich zu Gunsten der Subjektivität der Kinder verändert. So wird nun immer mehr der Fokus darauf gelegt, dass Kinder aktiv in den Forschungsprozess miteinbezogen werden, um deren Perspektiven zu erfassen können. Im empirischen Teil dieser Arbeit wird versucht durch die kindgerechte Gestaltung und dem Einsatz von partizipativen Strukturelementen in Interviews mit Kinder, deren Einfluss auf das Machtverhältnis zu untersuchen. Dazu wurde nach der Methode der Grounded Theory vorgegangen. Aus den Ergebnissen lässt sich erkennen, dass die Ausprägung des Machtverhältnisses ein ständiger Aushandlungsprozess zwischen Kind und dem/der Forscher*in ist. Für den/die Forscher*in ist es essentiell sich dem Balanceakt bewusst zu sein. Nur so kann auf Aspekte die das Machtverhältnis verstärken und somit die Erhebung beeinflussen adäquat reagiert werden. Des Weiteren scheint es in der Kindheitsforschung eine Lücke zu geben was das Forschungsinteresse von Erwachsenen und das Interesse der Kinder an der Teilnahme an der Forschung angeht. Der Beginn aller Forschungen scheint das Interesse von Erwachsenen an einer Sache zu sein. So stellt sich in der Diskussion abschließend die Frage nach der Vereinbarkeit vom Forschungsinteresse und der Beteiligung von Kindern in Forschungssetting.

Zusammenfassung (Englisch)

The underlying thesis aims to answer the following research question: What kind of influence has the use of participatory structural elements in qualitative interviews on the power imbalance between researcher and child? The power issue between adults and children in our society is omnipresent. When it comes to research situations the distinction of adulthood and childhood as well as the influence on the people involved depends on many factors. Since the 1980ies the early childhood research has been in constant alteration when it comes to how children are seen. Concerning the perception of children and the social construct of childhood it changed so that the child itself and its subjectiveness came into focus. This led more and more to the inclusion of children in the research processes and to the acknowledgment of their perspectives. The empirical section of this thesis focuses on answering the research question on a methodological level, by using the grounded theory methodology. In twelve interviews with children between 3-7 years, the researcher tried to influence the power imbalance in the research situation by using participatory structural elements. The findings show that the level of power imbalance between the child and the adult researcher is a constant negotiation process. This balancing act is influenced by many factors, such as competences of the adult researcher, preparation of the child e.g. Furthermore there appears to be a dilemma between the research interest of the adult researcher and the interest of the participating child, because all research projects initially start with the research question of the adult researcher. The child merely seems to be an informant. This aspect of the debate has hardly been made an issue yet in the current discussion of involving children in early childhood research.