Titelaufnahme

Titel
Aktuelle Entwicklungen bezüglich der Prüferrotation : europäische Regelungen und deren Umsetzung in Österreich / Lisa Michaela Anderiasch, BSc
Weitere Titel
Recent developments in auditor rotation : European legislation and application of the regulatory framework in Austria
Verfasser/ VerfasserinAnderiasch, Lisa Michaela
Begutachter / BegutachterinSchneider, Georg
ErschienenGraz, Jänner 2017
UmfangVIII, 76 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, 1 Karte
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-109201 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Aktuelle Entwicklungen bezüglich der Prüferrotation [1.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Vertrauen der Bevölkerung in die Abschlussprüfung ist seit diversen Bilanzskandalen gesunken. Um dieses Vertrauen wieder herzustellen, wurde auf europäischer Ebene im Jahre 2014 eine erneute Abschlussprüferreform beschlossen, deren Implementierung am 17. Juni 2016 in Kraft getreten ist. Am Beginn der Arbeit werden das aktuelle Berufsbild des Abschlussprüfers vorgestellt, und relevante ökonomische Modelle erklärt. Anschließend folgen die Historie der europäischen Regelungen sowie eine Veranschaulichung der aktuellen Gesetzesänderungen. Eine wesentliche Neuerung betrifft die Einführung der externen Rotation der Abschlussprüfer für Unternehmen von öffentlichem Interesse. Diese ist nunmehr neben der internen Rotation verpflichtend anzuwenden. Die Grundrotationszeit beträgt bei der externen Rotation zehn Jahre und kann durch die Verlängerungsoptionen Ausschreibung bzw. Joint Audit geweitet werden. Die Arbeit zeigt, dass die Implementierung auf europäischer Ebene durch die Wahlrechte bei der Gewährung der Verlängerungsoptionen bzw. bei der Verkürzung der Rotationsfristen sehr unterschiedlich ausgefallen ist. Ziel der Arbeit ist es, die Angemessenheit der europäischen Gesetzeslage bezüglich der Abschlussprüfung sowie deren Implementierung in Österreich zu bewerten. Im Rahmen dessen wird eine genaue Analyse der drei Lösungsalternativen externe Rotation, interne Rotation sowie Joint Audit durchgeführt. Die Bewertungskriterien Steigerung der Unabhängigkeit des Prüfers, Erhöhung der Prüfungsqualität und Senkung der Marktkonzentration bilden dabei die Zielsetzungen der europäischen Union. Resultate empirischer Studien stützen bzw. widerlegen die Bewertungsaspekte. Fazit der Analyse ist, dass die Gesetzesänderungen bei der Abschlussprüfung der EU nicht durch wissenschaftliche Ergebnisse gerechtfertigt werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

As a result of several accounting scandals, the level of public trust in audit procedures is declining. To rebuild and strengthen this trust, the European Union enacted a further audit reform in 2014, which entered into force on 17 June 2016. This final thesis begins with an outline of the current occupational profile for an auditor and a description of relevant economic models. This is followed by an overview of the historic developments related to audit legislation and an illustration of the current legal situation in Europe. One new reform is the introduction of an audit firm rotation requirement for companies of public interest. Companies must not only rotate internal auditors, but are now also required to change their external audit firm after a period of ten years. This period can be extended by tender or joint audit. An overview reveals that the implementation of the legislation in each member state differs significantly, with countries seizing various opportunities to decrease or extend rotation periods. The aim of this study is to evaluate the recent European audit reform and the implementation of the framework in Austria. In order to assess the value of the new regulation, a comprehensive analysis of the three possible alternatives external audit firm rotation, internal audit partner rotation and joint audit must be conducted. Scoring criteria consist of the three main stated goals of the 2014 EU audit reform: increased auditor independence, enhanced audit and financial reporting quality and a decreased market concentration. Empirical results stemming from all three alternatives are analyzed to confirm or disprove the validity of the scoring aspects. The conclusion of the analysis is that EU legal reforms of auditing processes are not justified by scientific results.