Titelaufnahme

Titel
Prostituierte zwischen Selbstständigkeit und “Scheinselbstständigkeit“ aus arbeitsrechtlicher Sicht / von: Lukas Rabensteiner
Weitere Titel
Prostitutes between self-employment and ostensible-self-employment from a labour law perspective
Verfasser/ VerfasserinRabensteiner, Lukas
Begutachter / BegutachterinKarl, Beatrix
ErschienenGraz, November 2016
UmfangVI, 74 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-109042 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
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Prostituierte zwischen Selbstständigkeit und “Scheinselbstständigkeit“ aus arbeitsrechtlicher Sicht [0.95 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit befasst sich mit der arbeitsrechtlichen Situation von Sexarbeiterinnen, die in Bordellbetrieben tätig sind. Nach einem Überblick über die einschlägigen Rechtsnormen und die Rechtsprechung des OGH im Zusammenhang mit der Erbringung von Sexdienstleistungen sollen die tatsächlichen Arbeitsbedingungen von Sexarbeiterinnen, zunächst allgemein und anschließend differenziert nach der Art des jeweiligen Bordellbetriebs, beschrieben und im Hinblick auf die für Arbeitsverhältnisse charakteristische persönliche Abhängigkeit untersucht werden. Anschließend soll geklärt werden, ob Arbeitsverträge zwischen Bordellbetreibern und Sexarbeiterinnen aufgrund der neueren Rechtsprechung des OGH nun abgeschlossen werden können oder nach wie vor an § 879 ABGB scheitern. Danach werden mit freien Dienstverträgen und der sogenannten Arbeitnehmerähnlichkeit noch weitere Anknüpfungspunkte für eine Anwendung arbeitsrechtlicher Normen auf Sexarbeiterinnen besprochen. Im Zusammenhang mit der Arbeitnehmerähnlichkeit soll näher auf die Rechtsprechung des VwGH zum AuslBG eingegangen werden. Abschließend folgt noch ein kurzer Überblick über die einkommenssteuer- und sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Sexarbeiterinnen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis addresses the situation of brothel-based sex-workers, as seen from a labor-law perspective. After a survey of the relevant legislation and jurisdiction of the Supreme Court of Justice in the context of the provision of sex-services, it tries to depict the actual occupational conditions of sex-workers in general and in particular to their respective (brothel-)establishments and investigates the distinctive dependency of these labor-relations. Subsequently it tries to resolve the question, whether an employment-contract between brothel-operator and sex-worker can been conducted in accordance with the new Supreme Court jurisdiction, or if it still fails according to § 879 Austrian Civil Code (ABGB). Freelance employment-contracts and the so called worker-status similarity, which add even more connections for the implementation of labor-law-norms on sex-workers will be discussed thereafter. The Supreme Administrative Court jurisdiction of the foreign labor act (AuslBG) will be elaborated more precisely in conjunction with the worker-status similarity. Finally, a brief overview with respect to the handling of income taxation and social security of sex-workers is given.