Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss von Selbstwertbedrohung auf die Aufmerksamkeitskomponente "alerting" von Personen bei der Bearbeitung von positiven und negativen Eigenschaftswörtern / Julia Wehr, BSc.
Weitere Titel
The impact of self-threat on the attention activation (alerting) in relation to positive and negative adjectives
Verfasser/ VerfasserinWehr, Julia
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt, Ursula
ErschienenGraz, 2017
Umfangv, 96 Blätter : Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Narzisstische Kränkung / Hirnfunktion
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108993 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss von Selbstwertbedrohung auf die Aufmerksamkeitskomponente "alerting" von Personen bei der Bearbeitung von positiven und negativen Eigenschaftswörtern [2.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Selbstwertbedrohung wird als Angriff auf die positive Sicht des Selbst definiert. Es gibt Hinweise, dass eine solche Bedrohung zu einer verringerten Gehirnaktivität im ACC und im Thalamus führen kann. Da diese zwei Areale auch für die Aufmerksamkeit zuständig sind, wird vermutet, dass durch eine Bedrohung nicht nur der Selbstwert beeinflusst wird, sondern auch die Aufmerksamkeit. Die vorliegende Studie beschäftigte sich mit dem Einfluss der Selbstwertbedrohung auf die Aufmerksamkeitsaktivierung „alerting“ in Bezug auf positive und negative, selbst- und fremdbezogene Eigenschaftswörter. Es wurden 185 Personen getestet. Nach einem Leistungstest erhielten sie entweder ein selbstwertbedrohendes Feedback, oder ein nicht selbstwertbedrohendes Feedback. Anschließend wurde die Aufmerksamkeit mit einem selbst konstruierten Flanker-Test überprüft. Es wurden Wortreihen zu je fünf gleichen Eigenschaftswörtern präsentiert und die ProbandInnen mussten beurteilen, ob das mittlere Wort richtig geschrieben war oder nicht. Nach der Selbstwerterhöhungstheorie und dem „Mnemic-Neglect“-Modell wurde erwartet, dass Personen nach einer Bedrohung ein höheres „alerting“ auf positive selbstbezogene Wörter aufweisen und negative selbstbezogene Wörter eher vernachlässigen, um ihren Selbstwert wieder aufzubauen. Dieser Unterschied wurde nicht bei Personen ohne Selbstwertbedrohung und auch nicht bei der Bearbeitung von fremdbezogenen Informationen erwartet. Zudem wurde überprüft, ob die Wirkung der Selbstwertbedrohung durch den expliziten und impliziten Trait-Selbstwert moderiert wird. Die Ergebnisse zeigten, dass Personen ein höheres „alerting“ auf negative Wörter verglichen mit positiven Wörtern aufwiesen, unabhängig von der Referenz und dem erhaltenen Feedback. Zusatzberechnungen lassen darauf schließen, dass Personen eine höheres „alerting“ auf die negativen Wörter benötigten, um erst auf diese reagieren zu können. Der Trait-Selbstwe keinen moderierenden Einfluss.

Zusammenfassung (Englisch)

Self-threat is defined as an attack on the positive view of the self. Indications are showing, that this kind of threat can lead to a decreased brain activity in the ACC and in the Thalamus. These areas are responsible for attention and for thus, it was assumed, that self-threat influences not only self-esteem but also attention. The present study investigated the influence of self-threat on the attention activation (alerting) in relation to positive and negative, self- and other-related adjectives. We tested 185 people. After a test for numerical-inductive reasoning, the participants received either a self-threatening feedback or a self-boosting feedback. The attention was measured with a self-constructed Flanker task. In this task, word series consisting of five equal adjectives were presented and the participants had to assess, whether the word in the middle was written correctly or incorrectly. In accordance with the self-enhancement-theory and the mnemic-neglect-model, it was expected that people who had been exposed to a self-threat, would show higher alerting on positive self-related adjectives and neglect negative self-related adjectives, to rebuild their self-esteem. This distinction was neither expected from participants without self-threat nor in the processing of other-related words. In addition, it was examined, whether the effect of the self-threat is moderated by the explicit and implicit trait-self-esteem. The results indicated that the participants showed a higher alerting to negative words compared to positive words, independently from the reference, and the received feedback. Supplementary calculations suggested, that people need higher alerting to negative words, to be able to react at all. Trait self-esteem showed no moderating effect on the attention.