Bibliographic Metadata

Title
Der Erbsucher im Spiegel des österreichischen und deutschen Privatrechts / vorgelegt von Stefan Rottensteiner
Additional Titles
The probate researcher as reflected in austrian and german law
AuthorRottensteiner, Stefan
CensorArnold, Stefan Karl
PublishedGraz, September 2016
DescriptionXIV, 65 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Deutschland / Erbe / Privatrecht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108931 Persistent Identifier (URN)
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Der Erbsucher im Spiegel des österreichischen und deutschen Privatrechts [0.91 mb]
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Abstract (German)

Verstirbt eine Person und fällt eine Erbschaft an, haben gewisse staatliche Stellen unbekannt gebliebene Erben ausfindig zu machen. Bleiben die öffentlichen Erbensucher erfolglos, kann ein gewerblicher Erbenermittler mit den Recherchen beauftragt werden. In den meisten Fällen wird dieser selbstständig tätig. Die gewerbliche Erbensuche ist ein Phänomen, das global auftritt. Eine Berufsausbildung zum gewerblichen Erbenermittler existiert nicht. Eine gewisse Hartnäckigkeit ist von Vorteil, denn teilweise beträgt die Dauer der Suche mehrere Jahre. Ist der Erbe erfolgreich ausgeforscht worden, kann der gewerbliche Erbenermittler seine Ansprüche auf Grundlage eines Vertrags, der Geschäftsführung ohne Auftrag oder dem Bereicherungsrecht geltend machen. In seinem Urteil 3 Ob 228/13w vom 21.08. 2014, schränkt der OGH den Anspruch des Erbenermittlers aus der Geschäftsführung ohne Auftrag, von einer prozentualen Beteiligung an der Erbschaft, auf den tatsächlich entstandenen Aufwand, ein. Der BGH verneint einen außervertraglichen Anspruch hingegen zur Gänze. Diese Arbeit vergleicht die rechtlichen Grundlagen und die Höhe der Ansprüche des gewerblichen Erbenermittlers im deutschen und österreichischen Privatrecht und analysiert Möglichkeiten diese anzufechten. Neben den Unterschieden und Gemeinsamkeiten wird in weiterer Folge auf die Geltendmachung der jeweiligen Ansprüche bei staatenübergreifenden Fällen eingegangen.

Abstract (English)

If a person dies and leaves behind an inheritance, certain public institutions have to detect unknown heirs. In the case of the institutions being unsuccessful, the investigation can be assigned to a probate researcher. In most cases they are self-employed. Probate researching is a global phenomenom. A job training for being a probate researcher does not exist. A certain persistence is an advantage, because at times the duration of the research amounts to several years. If the heir has successfully been found, the probate researcher can mak his claims based on conctract, agency without specific authorisation or the law of unjust enrichment. In his decision 3 Ob 228/13w from 21.08.2014, the OGH limits the probate researchers claims, based on agency without specific authorisation, from a percental share of the heritage to the actually incurred expenses. The BGH on the other hand denies non-contractual claims entirely. This work compares the legal foundations and the value of the claims of a probate researcher in german and austrian law and analyzes possibilities for contesting them. Besides taking a look at the differences and similarities, the work elaborates the raising of claims in international cases.