Titelaufnahme

Titel
Der Zweck der lebenslangen Freiheitsstrafe / eingereicht von Julia Pick
Weitere Titel
The purpose of the life sentence
Verfasser/ VerfasserinPick, Julia
Begutachter / BegutachterinMühlbacher, Thomas
ErschienenGraz, 07.11.2016
Umfangii, III, 90 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Lebenslange Freiheitsstrafe / Strafrecht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108883 Persistent Identifier (URN)
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Der Zweck der lebenslangen Freiheitsstrafe [1.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die lebenslange Freiheitsstrafe ein Wortpaar, unter dem sich jeder etwas vorstellen kann. Doch wie lang ist lebenslang wirklich? Endet sie tatsächlich immer mit dem Tode des Delinquenten? Und ist sie überhaupt geeignet, den Gedanken des Zweckstrafrechts gerecht zu werden? Diese Gedanken inspirierten mich, meine Diplomarbeit der lebenslangen Freiheitsstrafe in Österreich sowie ihrem Zweck im österreichischen Strafrecht zu widmen. Ziel dieser Arbeit ist insbesondere das Aufzeigen von Argumenten, die dazu anregen, über die Abschaffung der lebenslangen Freiheitsstrafe nachzudenken. Vor allem soll dargestellt werden, dass die lebenslange Freiheitsstrafe, wie sie heutzutage in Österreich Anwendung findet, nicht unerlässlich ist, und dass der Maßnahmenvollzug, insbesondere iSd § 21 Abs 2 StGB sowie § 23 StGB, in der Lage sein könnte, ihren Platz einzunehmen. Im Rahmen dieser Arbeit wird zunächst auf den Begriff der Strafe sowie seine historische Entwicklung ab der Constitutio Criminalis Theresiana eingegangen. Danach wird ein Einblick in die bestehenden Strafzwecktheorien geliefert, der insbesondere die absolute Strafzwecktheorie sowie die relativen Strafzwecktheorien behandelt. Im Anschluss daran folgen Ausführungen zur lebenslangen Freiheitsstrafe in Österreich, insbesondere im Hinblick auf die bedingte Entlassung und auf die Frage, wie lang lebenslang ist. Danach kommt es zu einer pointierten Darstellung der Zwecke des Strafvollzuges iSd § 20 StVG. Im darauffolgenden Kapitel werden die dem österreichischen Recht bekannten vorbeugenden Maßnahmen, wobei hier das Augenmerk vor allem auf § 21 Abs 2 StGB und § 23 StGB liegt, dargestellt. Im letzten Kapitel wird der Leser dazu angehalten, sich mit den Argumenten zur Abschaffung der lebenslangen Freiheitsstrafe in Österreich auseinanderzusetzen.

Zusammenfassung (Englisch)

Life imprisonment one of the types of punishment everybody knows. But how long is “lifelong”? Does it mean that the person who has been sentenced to it must spend the rest of their life in prison, until their death? These thoughts have inspired me to dedicate my thesis to life imprisonment in Austria. The thesis aim is to show its readers arguments for the abolition of the life imprisonment, especially in conjunction with the question if the provisions of the preventive measures (§§ 21 23 Austrian Criminal Code) would be able to replace it. At the beginning, there is a definition of the term “penalty” and its historical evolution starting with the Constitutio Criminalis Theresiana. Furthermore, this thesis deals with the theories of the purpose of the penalty and the purpose of the execution of a sentence according to § 20 Austrian Prison Act. In the following chapter, there is a detailed presentation about the life sentence, like its definition, the question, how long “lifelong” is and a short international comparison with Austrian neighbouring states, like Germany, Italy and Switzerland. In the same chapter the readers can find a presentation of the possibility of a conditional release according to § 46 (6) Austrian Criminal Code, in particular about the reasons why such an option has to exist and an excursus about Art 3 ECHR, particularly the judgment “Vinter and Others v. The United Kingdom”. Before the readers are confronted with arguments for the abolition of the life sentence, there is an examination of the provisions of the preventive measures, in particular §§ 21 (2), 23 Austrian Crime Code.