Titelaufnahme

Titel
„Neue" Karriereformen im österreichischen Kontext : aine empirische Untersuchung in einer öffentlichen Behörde und einem Unternehmen der Halbleiterindustrie / Angelika Mayer, BSc BSc
Weitere Titel
"New" career models in the Austrian context : an empirical research in a public authority and a company in the semiconductor industry
Verfasser/ VerfasserinMayer, Angelika
Begutachter / BegutachterinOrtlieb, Renate
ErschienenGraz, 2017
UmfangVIII, 113 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassunen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108610 Persistent Identifier (URN)
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„Neue" Karriereformen im österreichischen Kontext [1.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Amerikanische ForscherInnen wie Hall (1996) und Arthur und Rousseau (1996) sprechen seit den 1980er Jahren von einem Wandel traditioneller Karrieremuster. Karrieren von MitarbeiterInnen, die früher innerhalb eines Unternehmens primär durch hierarchischen Aufstieg verliefen, werden gemäß den amerikanischen ForscherInnen durch „neue“ Karriereformen ersetzt, die als Boundaryless, Protean oder Kaleidoscope Career bezeichnet werden. Diese Karriereformen sind dadurch gekennzeichnet, dass Menschen nicht mehr nach einer langen, beständigen Unternehmenszugehörigkeit und internem Aufstieg streben um sich beruflich weiterzuentwickeln. Vielmehr streben sie nach Selbstverwirklichung und sehen die Bindung an das Unternehmen als befristet an. Diese Thesen sind aber nicht völlig auf den europäischen Kontext zu übertragen, sondern hängen von nationalen Kontexten ab. Ziel dieser Masterarbeit ist es die „neuen“ Karriereformen im österreichischen Kontext am Beispiel einer öffentlichen Behörde und eines Unternehmens der Halbleiterindustrie aus Mitarbeitersicht und betrieblicher Perspektive zu analysieren und Implikationen für die Personalentwicklung abzuleiten. Auf Basis theoretischer Konzepte zur Karriereorientierung, zum Karriereerfolg, zu den Karriereformen und zur Personalentwicklung erfolgt eine qualitative Studie in Form von Interviews mit MitarbeiterInnen und Personalverantwortlichen der zwei Fallbetriebe. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die Karriereverläufe und Einstellungen von MitarbeiterInnen einen Trend in Richtung „neuer“ Karriereformen verzeichnen. Traditionelle Karriereformen scheinen nur relevant zu sein, wenn Personen die Möglichkeit stetiger Weiterentwicklung sehen und ihre Werte bei ihrem Arbeitgeber erfüllt werden. Die befragten PersonalentwicklerInnen erkennen einen schwachen Trend zu „neuen“ Karriereformen unter den MitarbeiterInnen und sehen neue Herausforderungen, die sich für die Personalentwicklung dadurch ergeben.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the 1980s US researchers (Hall 1996 and Arthur & Rousseau 1996) talk about the shift from traditional to “new” career paths. According to the researchers, traditional careers of employees were typically taking place within the context of stable, organizational structures and were characterized by individuals progressing up the firms hierarchy. On the contrary, people, who follow “new” careers, which are called boundaryless, protean or kaleidoscope career, do not pursue long-lasting and static company affiliation and internal promotions. They rather see their bond to the company at the outset as temporary. However researchers of the 21st century agree on the fact that the assumptions made by Hall (1996) and Arthur & Rousseau (1996) cannot be easily generalized and transferred to the European context. Therefore, the aim of this master thesis is to examine the “new” career models in the Austrian context on the example of a public authority and a company in the semiconductor industry from the perspective of employees and human resource developers and to derive recommendations for the human resource development. On the basis of theoretical concepts of career orientation, career success, career paths and human resource development a qualitative empirical analysis in the form of interviews with employees and human resource manager is carried out. The results of the study demonstrate that career paths and attitudes of the interviewed employees show a trend towards “new” careers. Traditional careers seem to be relevant, if individuals see the opportunity to develop further in the company and if the company meet the values of the employees. The interviews human resource developers recognize a slight trend of the employees towards “new” careers and expext new challenges that result from employees following “new” careers.