Titelaufnahme

Titel
Untersuchung des Distanzeffektes und Arbeitsgedächtnisses beim Transkodieren in einer Sprache mit invertiertem Zahlwort-System / vorgelegt von Hanna Neuherz
Weitere Titel
Investigation of the symbolic distance effect and working memory while transcoding in a language with inverted numeral system
Verfasser/ VerfasserinNeuherz, Hanna
Begutachter / BegutachterinLanderl, Karin
ErschienenGraz, Dezember 2016
Umfang65 Blätter
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kind <8 Jahre> / Zahl / Semantik / Transcodierung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108590 Persistent Identifier (URN)
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Untersuchung des Distanzeffektes und Arbeitsgedächtnisses beim Transkodieren in einer Sprache mit invertiertem Zahlwort-System [0.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Transkodieren von Zahlen stellt besonders für Kinder, die eine Sprache mit invertiertem Zahlwort-System sprechen, eine Herausforderung dar. Die vorliegende Studie untersuchte mittels eines Tablets an 25 deutschsprachigen Kindern der zweiten Schulstufe, anhand des symbolischen Distanzeffektes, ob die Zahlensemantik beim Transkodieren aktiviert wird. Dafür sollten diktierte Zahlwörter in Arabische Ziffern transkodiert werden. Des Weiteren wurde untersucht, ob die sich Kinder mit natürlicher (Zehner- wurde vor Einerstelle geschrieben) und gemischter Schreibreihenfolge (Zehner- oder Einerstelle wurden zuerst geschrieben) der Zehner- und Einerstelle in der Arbeitsgedächtniskapazität unterscheiden und ob ein Zusammenhang zwischen der Pausendauer zwischen Zehner- und Einerstelle und der Arbeitsgedächtniskapazität besteht. Es wurde die Kapazität des verbalen und visuell-räumlichen Arbeitsgedächtnisses, sowie jene der zentralen Exekutive erhoben. Es konnte kein symbolischer Distanzeffekt beim Transkodieren gefunden werden. Kinder mit natürlicher und gemischter Schreibreihenfolge unterschieden sich nicht in der Kapazität der einzelnen Arbeitsgedächtniskomponenten. Es konnte auch kein Zusammenhang zwischen Pausendauer und der Kapazität in den einzelnen Komponenten des Arbeitsgedächtnisses gefunden werden. Es gibt keine empirische Evidenz, dass deutschsprachige Kinder die Zahlensemantik beim Transkodieren aktivieren. Die Befunde zum Arbeitsgedächtnis werden im Hinblick auf bestehende Literatur, wo der Fokus hauptsächlich auf der Beziehung zur Inversionsfehlerhäufigkeit liegt, diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

The inversion property represents a major difficulty in transcoding numbers. The present study aimed to examine, if 25 German-speaking second-grade children activate and process numerical magnitude when they are transcoding dictated numerals into Arabic digits on a tablet. The symbolic distance effect was used to examine this. Further, it was investigated if children with natural and mixed (inverted and natural) writing order of the decades and units position differ in their working memory capacity and if there is a relation between the pause duration at the decades and units position and the working memory capacity. The capacity from the verbal and visuospatial working memory and central executive was measured. No evidence for a symbolic distance effect was found when children transcoded numbers. Further children with natural and mixed writing order did not differ in their capacity in all components of working memory, moreover no relation between pause duration and working memory capacity was found. Thus, no evidence was found that children transcode numbers by activating numerical magnitude information. The results of working memory will be discussed in view of established literature, where the focus relies on the relation between working memory and frequency of inversion errors.