Titelaufnahme

Titel
Die Maximen des Formularprozesses im Vergleich zu den Grundsätzen des gegenwärtigen Zivilprozessrechts / von Oliver Robin Schabl
Weitere Titel
The maxims of the formulary procedure in comparison to the principles of the current civil procedure law
Verfasser/ VerfasserinSchabl, Oliver Robin
Begutachter / BegutachterinPeinhopf, Marlene
ErschienenGraz, Dezember 2016
UmfangVI, 64 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108484 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die Maximen des Formularprozesses im Vergleich zu den Grundsätzen des gegenwärtigen Zivilprozessrechts [0.72 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der römische Formularprozess, welcher sich im Laufe des 1. Jahrhunderts vor Christus zum vorherrschenden Prozesstypus entwickelt hat, zählt das beiderseitige rechtliche Gehör, die Öffentlichkeit, die Mündlichkeit, die Unmittelbarkeit und den Verhandlungsgrundsatz zu seinen bedeutendsten Maximen. Demgegenüber bezeichnet man den heutigen österreichischen Zivilprozess mit Augenmerk auf seine Prozessgrundsätze als ein öffentliches, mündliches, unmittelbares und konzentriertes Verfahren, in welchem beiden Parteien rechtliches Gehör gewährt wird und das vom Dispositionsgrundsatz, Amtsbetrieb und Kooperationsgrundsatz geprägt wird. Bereits daraus lassen sich einige Parallelen zwischen den beiden, durch Jahrhunderte getrennten Zivilprozessarten ziehen. Die fünf klassischen Beweismittel (Urkunden-, Zeugen-, Sachverständigen-, Augenscheinsbeweis und Parteiaussage), welche beide Zivilprozessarten gemeinsam haben, untermauern zudem das schon zur damaligen Zeit weitreichende Rechtsverständnis der Römer. Als Vergleich werden die Prozessgrundsätze der beiden Zivilprozessarten umfassend dargestellt und danach einander gegenübergestellt, wobei insbesondere die Ähnlichkeiten bzw. Gemeinsamkeiten hervorgehoben und die Unterschiedlichkeiten aufgezeigt werden. Gewisse Grundsätze, welche im heutigen österreichischen Zivilprozess von großer Bedeutung sind, waren dem römischen Formularprozess fremd. Eine Vielzahl der Maximen gab es aber schon im römischen Recht. Diese wurden lediglich an den heutigen Zivilprozess angepasst, um diesen zeitgemäß zu gestalten und den gegenwärtigen Anforderungen zu entsprechen.

Zusammenfassung (Englisch)

The Roman formulary system, which became the predominant type of legal procedure in the course of the 1st century before Christ, integrated the following main principles: the right to a court hearing of both parties, publicity, the principle of oral presentation, the immediateness and the principle of party presentation. In comparison to the Roman formulary system the contemporary Austrian civil law procedure with particular attention to its principles, is referred to as a public, oral, immediate and intensive procedure, in which both parties have the right to a court hearing and which is shaped by the principles of disposition, office holdings and legal cooperation. Some parallels can already be drawn at first view between the two procedures, which are centuries apart in time. The five classical types of legal evidence (documentary evidence, eye witness testimony, expert evidence, visual evidence and testimony) which both legal procedures have in common, also confirm the extensiveness of the Romans understanding of the concepts of law at that early time. The principles of both the Roman formulary system and the contemporary Austrian civil law procedure are described in detail, whereupon the similarities and the differences in particular are identified, emphasized and presented. Certain principles which are of great importance to the current Austrian civil law procedure were not known within the Roman formulary system. A multitude of principles already existed in Roman law and these have been merely adapted to the contemporary civil law procedure, in order to establish a modern design and to meet the demands and requirements of the present time.