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Title
Das Leben syrischer Flüchtlinge in Jordanien außerhalb der Flüchtlingslager : die Aufteilung der Kompetenzen zwischen UNHCR und dem Haschemitischen Königreich Jordanien / Ursula Zechner, BA
Additional Titles
The life of Syrian refugees in Jordan outside the camps: division of competences between UNHCR and the Hashemite Kingdom of Jordan
AuthorZechner, Ursula
CensorOberleitner, Gerd
PublishedGraz, 2016
DescriptionVIII, 109 Seiten : Zusammenfassungen (2 Blätter)
Institutional NoteKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Annotation
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108455 Persistent Identifier (URN)
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Das Leben syrischer Flüchtlinge in Jordanien außerhalb der Flüchtlingslager [1 mb]
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Classification
Abstract (German)

Jordanien ist bereits seit seiner Entstehung Zufluchtsort für schutzsuchende Menschen aus den umliegenden Regionen. Beginnend mit dem Krieg in Syrien 2011 kam es aufgrund seiner Lage als direkter Nachbar zu einem erneuten Flüchtlingsstrom. Diese Situation stellt die Regierung in Zusammenarbeit mit UNHCR und anderen NGOs vor große Herausforderungen, die neben der Aufnahme, Unterbringung sowie der Versorgung auch die Kapazitäten der eigenen Ressourcen und Spannungen in der Bevölkerung betreffen. Mehr als zwei Drittel der Geflüchteten leben nicht in den dafür vorgesehenen Camps, sondern lassen sich im urbanen Raum nieder. Die Arbeit beschreibt, welche Möglichkeiten es gibt ein Flüchtlingslager zu verlassen und wie die Menschen in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt abseits davon zu bestreiten. Dies beinhaltet die verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen durch UNHCR und den Staat, aber auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, um einer Arbeit nachgehen zu können. Die zugrundeliegende Annahme ist, dass Erwerbstätigkeit, die Chance beinhaltet ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Es hat sich gezeigt, dass die Registrierung als Flüchtling bei den zuständigen Organen eine Grundbedingung davon ist, Hilfeleistungen in Anspruch zu nehmen, Zugang zum Gesundheits- und Bildungssystem zu haben und eine Arbeitserlaubnis zu beantragen. Das theoretische Gerüst mit den wichtigsten völkerrechtlichen Verträgen, dem Mandat des UNHCR und den jordanischen Rechtsgrundlagen wurde mit einer qualitativen Feldforschung vor Ort in Verbindung gesetzt. Dafür wurden problemzentrierte Interviews mit sieben syrischen Flüchtlingshaushalten geführt. Die unterschiedlichen Hintergründe und Konstellationen der Befragten brachten Ergebnisse zur finanziellen Situation, zu den Unterstützungsmaßnahmen von Außen und den Bewältigungsstrategien im Alltag. Der Blickwinkel der Organisationen und Behörden wurde anhand der Befragungen dreier Experten beschrieben.

Abstract (English)

The history of Jordan is characterized by the influx of people searching for refuge coming from the surrounding regions. Starting with the war in Syria in 2011 it once more came to a stream of refugees because of its geographical neighbourhood. This situation is a new challenge for the government of the country and the cooperating NGOs like UNHCR, which affects the registration, accommodation, care as well as capacity of resources and tensions among the population. More than two thirds of the refugee community live outside the provided camps in the urban areas. This paper describes the different procedures to leave the camps and how people are able to support their living in the new environment. Those include the different support measures from UNHCR and the state itself, additionally to the legal framework to follow up an employment. According to this the basic assumption is, that working is a chance for an independent and self-determined life. It has been shown that the registration as a refugee through the responsible bodies is an essential element to get assistance, having access to health services and the educational system and to apply for a work permit. The theoretical framework with the most important underlying international agreements, the mandate of UNHCR and the Jordan legal base is related to a qualitative field research. For this purpose problem-centered interviews were done in seven households of Syrian refugees. The different backgrounds and constellations of the interview-partners led to information about the financial situation, measures of external support and strategies for managing daily life. The aspect of governmental and non-governmental organisations was defined and described by three expert interviews.