Titelaufnahme

Titel
Protecting liberal democrazy, the rule of law and fundamental rights in the European Union : the case of Hungary: a liberal democracy backslider / Dominik Mayer, B.A.
Verfasser/ VerfasserinMayer, Dominik
Begutachter / BegutachterinBenedek, Wolfgang
ErschienenGraz, October 2016
Umfang78 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108449 Persistent Identifier (URN)
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Protecting liberal democrazy, the rule of law and fundamental rights in the European Union [0.9 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Liberale Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechteschutz zählen zu den Grundprinzipien der Europäischen Union. Diese sind insbesondere in Artikel 2 des Vertrages über die Europäische Union festgeschrieben. Der Fall Ungarn zeigt jedoch, wie schnell die Dekonsolidierung europäischer Demokratien vonstattengehen kann, wenn gewisse Einflüsse zusammenspielen. In Ungarn erlangte das Wahlbündnis Fidesz-KDNP bei den Wahlen 2010 eine Zweidrittelmehrheit im Parlament, mithilfe derer es Ungarns verfassungsstaatliches, politisches und soziales System fundamental umgestaltete. Darüber hinaus kündigte Ungarns Premierminister Victor Orbán an, einen illiberalen ungarischen Staat auf der Grundlage nationaler Interessen errichten zu wollen. Der Fall Ungarn zeigt auch die eingeschränkte Handlungsfähigkeit sowie den mangelnden Willen der EU, sich in die internen Angelegenheiten von Mitgliedsstaaten einzumischen, die die Grundprinzipien der EU verletzen. Sollte die EU illiberalen Entwicklungen in Mitgliedsstaaten keine klaren Grenzen setzen, so könnten Verstöße gegen die Rechtsstaatlichkeit zunehmen. Wenn sich Abschottung, Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus in der EU weiter ausbreiten, und die EU keine nachhaltigen Lösungen für diese Probleme findet, könnte zudem der gesamte europäische Integrationsprozess in Frage gestellt wird. Der Fall Ungarn kann also als Test betrachtet werden, anhand dessen die EU zeigen kann und muss, dass sie fähig und gewillt ist, auf Verletzungen der eigenen Grundwerte angemessen zu reagieren.

Zusammenfassung (Englisch)

The European Union is founded on the principles of democracy, the rule of law and fundamental rights, as stipulated in Article 2 of the Treaty on European Union. However, the case of Hungary demonstrates how quickly the deconsolidation of European democracies can take place when certain influences converge. From the 2010 parliamentary elections onwards, Hungarys Fidesz-KDNP government has used its two-thirds majority in parliament to fundamentally transform the countrys constitutional, political and social system. Prime Minister Viktor Orbán even proclaimed that it is his intention to build an illiberal Hungarian state based on national interests. The case of Hungary also demonstrates the EUs limited will and capacity to intervene in the internal orders of member states that violate the EUs core principles. If the EU will not set clear limits to illiberal practices, other governments may step on the same path and rule of law violations may spread. When insularity, xenophobia and right-wing populism will gain further ground, and if the EU will not be able to come up with appropriate solutions for these pressing challenges, the entire process of European integration could be put into question. Hungary can therefore be seen as a test for the EU to prove that it is capable and willing to appropriately react to threats and breaches of its own founding values.