Titelaufnahme

Titel
Die Briefe Antoine-Isaac Silvestre de Sacys an Joseph von Hammer-Purgstall - translatorisch beleuchtet / eingereicht von Mag.a phil. Alexandra Marics
Weitere Titel
The letters of Antoine-Isaac Silvestre de Sacy to Joseph von Hammer-Purgstall : a translational approach
Verfasser/ VerfasserinMarics, Alexandra
Begutachter / BegutachterinPrunc, Erich ; Höflechner, Walter
ErschienenGraz, 2016
Umfang434 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) + 1 CD-ROM ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassung in deutscher und in englischer Sprache
Das a in Mag.a der Verantwortlichkeitsangabe ist hochgestellt
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Sacy, Antoine Isaac Silvestre de / Brief / Übersetzung / Hammer-Purgstall, Joseph von
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108426 Persistent Identifier (URN)
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Die Briefe Antoine-Isaac Silvestre de Sacys an Joseph von Hammer-Purgstall - translatorisch beleuchtet [6.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Dissertation versteht sich als Beitrag zur historisch orientierten Translationswissenschaft im Zusammenhang mit der französischen und der deutschsprachigen Orientalistik im ersten Drittel des 19. Jhs am Beispiel des französischen Orientalisten Antoine-Isaac Silvestre de Sacy. Seine in Bezug auf translatorische Tätigkeiten, Konzepte und Hilfsmittel gemachten Äußerungen, die in verschiedenen von ihm erstellten Paratexten, im Besonderen in seinen zwischen 1803 und 1837 an seinen österreichischen Fachkollegen Joseph von Hammer(-Purgstall) gesandten Briefen zutage treten, werden in das zuvor rekonstruierte soziokulturelle Umfeld de Sacys eingebettet. Mit Erich Prunč (u.a.) wird dieses Umfeld als Translationskultur verstanden, in der eine para-, eine dia- und eine idiokulturelle Ebene interagieren. Konkret beleuchtet werden, jeweils bezogen auf den genannten Zeitraum, die translatorische Parakultur Frankreichs, die translatorische Diakultur der französischen Orientalistik und die translatorische Idiokultur de Sacys, wobei im Zusammenhang mit letzterer vorwiegend translatorisch relevante Paratexte wie Vorworte, Kommentare und Rezensionen de Sacys, vor allem auch dessen an Hammer(-Purgstall) gesandte Briefe herangezogen werden. Aus diesen Quellen wird de Sacys Position in seiner Translationskultur in ihrem Wandel vor dem Hintergrund der sich im Untersuchungszeitraum vollziehenden Veränderungen klassischer französischer Geschmacksvorstellungen, der zunehmenden Säkularisierung und Differenzierung orientalistischer Berufsfelder und anderer Faktoren ermittelt. Ebenso erschließt sich aus ihnen die Abhängigkeit von de Sacys translationsbezogenen Konzepten von diversen textspezifischen Faktoren wie u.a. Ausgangs- und Zielsprache, Textsorte und Zielpublikum. Deutlich tritt auch die Unterschiedlichkeit in den Positionen des philologisch-theoretisch geprägten de Sacy einerseits und des von praktischem Erleben, aber auch von literarisch getragenem, gesamthaftem Erfassen des Orients geprägten Hammer(-Purgstall) andererseits zutage.

Zusammenfassung (Englisch)

This PhD thesis is intended to be a contribution to translation history in the context of French and German-speaking Oriental studies between the end of the 18th and the first third of the 19th century, illustrated using the example of French Orientalist Antoine-Isaac Silvestre de Sacy. His comments about translational activities, concept and resources which can be found in various paratexts written by him in particular the letters he sent to Austrian Orientalist Joseph von Hammer(-Purgstall) between 1803 and 1837 will be contextualised in his sociocultural environment. The latter will be conceptualized by drawing on Erich Prunč as a translation culture (Translationskultur), divided up into para-, dia- and idiocultural levels which interact with each other. Specifically, the thesis will examine the French translational paraculture and the translational diaculture of French Oriental Studies during the period mentioned, as well as de Sacys translational idioculture, whereby the latter level will mainly be outlined by drawing on translation-relevant paratexts by de Sacy such as prefaces, comments and reviews and in particular his letters to Hammer(-Purgstall). These sources will be used to determine de Sacys position within his translation culture, which was subject to changing ideas about taste in France, the increasing secularization and differentiation of professional fields within Oriental studies, and other factors during that period. They also inform us about the dependence of de Sacys translation-related concepts on various text-specific factors such as source and target language, text type and target audience. Moreover, the difference between the philology- and theory-oriented position of de Sacy, and Hammer(-Purgstall)s practical and literature-oriented position will be clearly demonstrated by analyzing these sources.