Titelaufnahme

Titel
Untersuchungen von definierten Pilzsporenkonzentrationen im Aerosol mittels Impaktion und Sedimentation / Carola Fritz
Weitere Titel
Investigations of defined fungal spore concentrations in aerosol by means of impaction and sedimentation
Verfasser/ VerfasserinFritz, Carola
Begutachter / BegutachterinBucar, Franz
ErschienenGraz, 2016
Umfang113 Blätter : Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Impaktion / Absetzen / Pilzspore / Aspergillus niger
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108389 Persistent Identifier (URN)
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Untersuchungen von definierten Pilzsporenkonzentrationen im Aerosol mittels Impaktion und Sedimentation [4.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wissenschaftlicher Hintergrund: Die Biokontaminations-Kontrolle stellt bei der Herstellung von sterilen Arzneimitteln einen sehr bedeutenden Teil dar. Die Keimfreiheit wird in der Praxis häufig mittels aktiver oder passiver Luftkeimmessung überprüft, wobei es keine konkreten Regelungen gibt, wie diese Kontrolle vollzogen werden muss. Außerdem gibt es, bezüglich der Effizienz dieser Methoden, sehr konträre Meinungen. Methoden: In dieser Arbeit wurde eine Methode entwickelt, um die Impaktions- und Sedimentationsmethode unter standardisierten Bedingungen zu testen und nach Parallelen, Korrelationen und Differenzen zu suchen. In diesem Versuch wurde mit Aspergillus niger Sporensuspensionen gearbeitet, wobei die Konzentration (KBE/ml) bekannt war. Während eines Zeitraums von 1 h wurde jeweils Sporenaerosol in eine Aerosolkammer eingeströmt, um diese mit Keimmaterial zu füllen, und anschließend eine Messung durchgeführt. Bei der aktiven Messmethode wurden mittels MAS 100NT® je 50 l Luft gesammelt, bei der passiven Methode wählte man eine Plattenöffnungszeit von 1 h. Für beide Methoden wurden Malzextrakt- sowie Dichloran-Glyzerin-Agar-Platten herangezogen. Ergebnisse: Der errechnete Korrelationskoeffizient von > 0,9 zeugt zweifelsfrei von einer hohen Korrelation der beiden Messmethoden. Impaktions- und Sedimentationsmethode lieferten bei Berücksichtigung des unterschiedlichen Sammelvolumens von 5,89 l (Sedimentation) und 50 l (Impaktion) verhältnismäßig ähnliche Messergebnisse. Mit der aktiven Methode wurden durchschnittlich 9,5-mal höhere Werte (KBE/Platte) erreicht.Schlussfolgerung: Grundsätzlich ist es empfehlenswert, nach Möglichkeit mit beiden Methoden zu messen, sofern Keimarten und Konzentrationen unbekannt sind. Bei der Erfassung von Schimmelpilzen sind, diesem Versuch zu Folge, beide Methoden gleichwertig anwendbar, jedoch ist die Impaktion eventuell effizienter, da man ein größeres Luftvolumen in einer kleineren Zeiteinheit sammeln kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Scientific background: The biocontamination-control is a very significant part during the manufacture of sterile drugs. The sterility is frequently monitored by active or passive air sampling measurements, but there are no specific rules, how this control must be carried out. There are also contrary opinions about which method is more efficient.Methods: In this study, a method was developed to test both of these air sampling methods under standardized conditions, active impaction and passive sedimentation. The aim was to examine parallels, correlations and differences between them. In this experiment, Aspergillus niger was the used mold for suspension. The concentration of spore suspension (CFU/ml) was known exactly. During a period of 1 h, before each individual measurement, spore aerosol streamed into an aerosol chamber to fill it with germ material. The active method with MAS 100NT® sampled 50 l of air during each measurement and for the passive method a plate opening time of 1 h was chosen. Malt-extract-agar- and dichlorane-glycerin-agar-plates were used in both methods.Results: As a result of this study, a high correlation between the two measurement methods was determined. A correlation coefficient of > 0.9 was reached. Impaction and sedimentation demonstrated, in consideration of the different collection volumes of 5,89 l (sedimentation) and 50 l (impaction), relatively similar results. With the impaction method, 9.5 times higher results (CFU/plate) were achieved on average.Conclusion: Based on the obtained results for biocontamination control, it is recommended to possibly use both of these measurement methods, primarily if the airborne germs and concentrations are unknown. In case of mold detection, both methods are equally applicable but impaction is probably the more efficient method as it is possible to sample a higher volume in a smaller period of time.