Titelaufnahme

Titel
Jugendlicher Körperkult und Soziale Medien : (sozial-)ethische Problemzonen und deren Untersuchung aus christlicher Perspektive / eingereicht von Julia Kainz
Weitere Titel
body culture of young people in the context of social media: christian-ethical perspectives
Verfasser/ VerfasserinKainz, Julia
Begutachter / BegutachterinRemele, Kurt
ErschienenGraz, November 2016
Umfang109 Seiten
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Jugend / Körperkultur / Social Media / Sozialethik
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108340 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Jugendlicher Körperkult und Soziale Medien [0.81 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den jugendlichen Körperkult in den Sozialen Medien aus einer christlich-ethischen Perspektive heraus zu analysieren.Zu Beginn, wird die Bedeutung Sozialer Medien für Jugendliche in Bezug auf den Körperkult dargestellt, welche im Streben nach sozialer Anerkennung, im Management von Beziehungen, in Identitätsfindungsprozessen, in Unterhaltung sowie in Informationsbeschaffung begründet liegt. Es folgt die Erläuterung der Merkmale des gegenwärtigen Schönheitsideals Gesundheit, Jugendlichkeit, Fitness, Schlankheit und Authentizität sowie die Exemplifizierung in den Sozialen Medien. Das Streben nach diesen Idealen kann zu Essstörungen, Depressionen, Heteronormativität, Narzissmus, Stigmatisierung Übergewichtiger und Förderung neoliberaler Ideologien führen.In Teil B wird den drei Werten Perfektionismus, eiserne Disziplin und Konformismus mit spezifisch christlichen Positionen begegnet.Dem Umstand, Glück über den Besitz eines perfekten Körpers zu erlangen, wird das Konzept der Selbstannahme (Romano Guardini) entgegengehalten. Es beschreibt eine Haltung, sich selbst mit seinen Fehlern und Schwächen anzunehmen.Radikaldiäten und exzessivem Sporttreiben zur Erlangung des Schlankheitsideals wird das Konzept der „disziplinierten Genussfähigkeit“ entgegengestellt. Der Wert der Disziplin wird darin bejaht und an die Einstellung gekoppelt, sich an der Leiblichkeit und an den Gütern der Schöpfung zu erfreuen.Zuletzt wird dem Anpassungsdruck der Schönheits- und Körpernorm der Wert der gemeinwohlbezogenen Authentizität entgegengestellt. Authentisches Handeln ist in den Sozialen Medien zum Schutz der Privatsphäre nur bedingt einzufordern. Werbetreibende hingegen müssen sich vollkommen authentisch zeigen, um Werbetäuschungen wie etwa ungekennzeichnetes, beautyretuschiertes Material zu vermeiden.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to analyse the body culture / physical culture of young people in the context of social media from a Christian-ethical perspective. It will start with describing how social media influence young people concerning social approval, entertainment, information, identity-finding and communication. Then, I will give a description of both the ideal of beauty portrayed on social media and its negative effects such as eating disorders, depression, self-objectification, heteronormativity, narcissm, anti-obesity bias and neoliberal ideologies.As beauty standards are often unrealistic nowadays, they are rather hard to meet, which leads to social pressure. To hold against this, the concept of self-acceptance (Romano Guardini) will be put forward. Possessing self-acceptance means accepting one's imperfections and being emphatic with oneself.In addition, in this thesis arguments will be brought forward that support the claim that from a Christian point of view joy, happiness and gratefulness for creation can help to overcome the pressure having to follow the ideal of slenderness, which is often associated with radical diet and extreme physical exercise.Finally, it will be discussed that from a Christian perspective, authenticity is a desirable value that helps to reduce pressure to conform to body standards. However, as shown in my analysis, risks still remain on social media as authenticity can only be realized there to a certain extent due to reasons of privacy. The beauty industry itself, on the other hand, could easily show more authenticity when making advertisements so that the audience will not be deceived.