Titelaufnahme

Titel
Ansätze zur Reform der Fusionskontrolle in der EU vor dem Hintergrund des digitalen Binnenmarktes / von David Lerch, MSc
Weitere Titel
Approaches to a reform of the Merger Control in the EU against the background of the Digital Single Market
Verfasser/ VerfasserinLerch, David
Begutachter / BegutachterinBoric, Tomislav
ErschienenGraz, 2016
UmfangV, 91 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Fusionskontrolle
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108307 Persistent Identifier (URN)
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Ansätze zur Reform der Fusionskontrolle in der EU vor dem Hintergrund des digitalen Binnenmarktes [0.91 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die europäische Fusionskontrolle erfuhr ihre letzte umfangreiche Reform im Rahmen der Fusionskontrollverordnung aus dem Jahr 2004. In den vergangenen Jahren wurden daher zunehmend Stimmen lauter, die auf eine erneute Reform der FKVO drängen. Mit dem Arbeitspapier „Towards more effective merger control“ aus dem Jahr 2013 sowie dem Weißbuch „Eine wirksamere EU-Fusionskontrolle“ aus dem Jahr 2014 setzte die Kommission erste Zeichen in Richtung einer Neukodifizierung dieser Rechtsmaterie. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich, nach einer überblicksmäßigen Darstellung des europäischen Fusionskontrollrechts, zunächst mit diesen beiden Dokumenten sowie den dazu ergangenen Stellungnahmen aus den Mitgliedstaaten.Die weitreichenden Entwicklungen auf dem digitalen Binnenmarkt der EU und deren Auswirkungen auf das europäische Fusionskontrollrecht wurden in den oben genannten Dokumenten und entsprechenden Stellungnahmen jedoch außer Acht gelassen. Diese Entwicklungen bzw Auswirkungen sollen in der vorliegenden Arbeit daher veranschaulicht und der resultierende Reformbedarf im Zusammenhang mit dem europäischen Fusionskontrollrecht im Detail betrachtet werden. Vor allem im Hinblick auf die vorrangig auf umsatzbasierten Schwellenwerten beruhenden Zuständigkeitskriterien iSd FKVO besteht ein erheblicher Reformbedarf. In jüngster Vergangenheit kam es bereits zu Zusammenschlüssen auf dem digitalen Binnenmarkt, die für den Gemeinsamen Markt zwar von großer Bedeutung waren, aufgrund der besonderen Charakteristika der beteiligten Unternehmen jedoch nicht einer Prüfung unterzogen werden konnten. Es werden daher Instrumente bzw Ansätze präsentiert, die zu einer verstärkten Berücksichtigung jener Entwicklungen durch eine Erweiterung der Aufgreifkriterien der FKVO de lege ferenda führen. Darüber hinaus werden auch der Reformbedarf iZm der materiellen europäischen Fusionskontrolle behandelt und entsprechende Lösungsansätze präsentiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the introduction of the EU Merger Regulation in 2004 there have been more and more public authorities, institutions and companies from several European countries asking for a new reform of European merger control. Hence, the European commission started a public consultation process by publishing the working paper “Towards more effective merger control” in 2013 and the white paper “Towards more effective EU merger control” in 2014. For this reason, this thesis provides a glance of the European Merger Regulation and deals with these two documents as well as with the corresponding statements of several institutions of the member states.In this consultation process, the extensive changes on the Digital Single Market of the EU and the following impacts on European merger control were not considered at all. Therefore, these changes and impacts and the resulting need for a reform are illustrated in detail, especially with regard to the revenue-based criteria of jurisdiction within the framework of the Merger Regulation and the challenges for substantive law. There have already been mergers on the Digital Single Market with great importance for the common market, which couldnt be investigated by the European Commission due to their specific characteristics. Against this background approaches and instruments to adapt the EU Merger Regulation are presented in this thesis.