Titelaufnahme

Titel
Untersuchungen zu Artengemeinschaften baumlebender Oribatiden / vorgelegt von Anna Eder
Weitere Titel
Studies on species communities of arboreal Oribatida (Acari)
Verfasser/ VerfasserinEder, Anna
Begutachter / Begutachterin2016-11
GutachterRaspotnig, Günther
ErschienenGraz, 2016
Umfang67 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Hornmilben / Baum / Habitat
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-108198 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Untersuchungen zu Artengemeinschaften baumlebender Oribatiden [18.98 mb]
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Nachweis
Zusammenfassung (Deutsch)

Weltweit wurden bisher 10.000 Oribatiden-Arten entdeckt und beschrieben. Die meisten Untersuchungen beschränken sich auf das Bodenhabitat, sodass der Bestand arboricoler Oribatiden eher unerforscht ist. Die vorliegende Studie konzentrierte sich daher auf baumlebende Hornmilben-Gemeinschaften. Dazu wurde die Borke unterschiedlicher Bäume mit einem Berlese-Apparat und der „händischen Kontrolle“ untersucht und die gefundenen Oribatiden-Arten mit Hilfe eines Durchlichtmikroskops bis zum Artniveau bestimmt. Es wurde davon ausgegangen, dass auch Arten gefunden werden, die laut Literatur ausschließlich im Habitat Boden leben.Es wurden 39 Arten aus 21 Familien gefunden. Die Arten stammen hauptsächlich aus der Gruppe der Brachypylina; aus den Gruppen der niederen Hornmilben wurden nur 7 Arten entdeckt. Es befanden sich Phthiracarus affinis und Trichoribates novus in den untersuchten Proben, die laut Literatur bis jetzt nur der Bodenfauna zugeteilt wurden. Die gefundenen Arten Carabodes rugosior und Oribatella sexdentata sind zumindest für Baumstubben beschrieben. Um Artengemeinschaften vergleichen zu können, wurden unter 5 Bäumen zusätzlich Bodenproben entnommen. Jedoch gab es hier wenig Übereinstimmungen hinsichtlich Oribatidenfauna mit Ausnahme von Tectocepheus sarekensis der in beiden Proben nachgewiesen werden konnte.Die vorliegende Studie zeigt, dass es mehr arboricole Oribatiden gibt als bisher beschrieben. Im Vergleich zu individuen- und artenreichen Hornmilbengemeinschaften im Boden- mit bis zu 500.000 Individuen pro m- haben baumlebende Oribatiden mit bis zu 8.800 Individuen pro m eine deutlich geringere Anzahl. Hinsichtlich des Artenreichtums gibt es auf der Borke mit bis zu 11 Arten auf 10 cm nur wenig Unterschied zum Lebensraum Boden. In dieser Studie wird die Artenanzahl der Oribatiden aus baumnahen Bodenproben mit maximal 5 Arten pro Probe von den baumlebenden Hornmilben sogar übertroffen.

Zusammenfassung (Englisch)

Up to now, 10.000 species of oribatid mites have been discovered and described. As most investigations are restricted to soil habitat, the richness and diversity of arboreal oribatid mites is rather unexplored. This thesis therefore focuses on the milieu of the bark-living oribatid communities. To do so, the bark from various trees was collected and extracted by a Berlese apparatus and the "manual method". Detected specimens were determined to species level by a stereomicroscope as well as by transmitted light microscope. Moreover, a central hypothesis of this thesis relied on the assumption that species described as exclusively soil-dwelling would be found on trees too.Altogether, 39 species from 21 families were found, most of which could be assigned to Brachypylina. As far as lower oribatid mites are concerned, only 7 species were discovered. The species such as Phthiracarus affinis and Trichoribates novus, which according to the literature - have only been associated with the fauna of the soil so far has been detected. In addition to that, the discovered species Carabodes rugosior and Oribatella sexdentata are described at least on the tree stumps. In order to compare species communities, additional soil samples were taken from 5 trees. Only Tectocepheus sarekensis was detected in both samples.This study shows that there are many oribatid mites that choose trees as their habitat. In comparison to individual-rich oribatid mite communities in the soil- up to 500.000 individuals per m- tree-living oribatid mite communities with 8.800 individuals per m are significantly poorer in individual number. With regard to species diversity, there is only a small difference to soil: on the bark up to 11 species on 10 cm were discovered. In these terms, the diversity of soil-dwelling oribatid mites with a maximum of 5 detected species per sample is even exceeded by special numbers in the arboreal habitat.