Titelaufnahme

Titel
Die Donaupriesterinnen "Danube Seven" : Grundlagen, Motive und Relevanz einer heterotopen Provokation / Barbara Maria Ursula Velik-Frank
Weitere Titel
"The Danube Seven": Background, motivation and relevance of a heterotopic provocation
Verfasser/ VerfasserinVelik-Frank, Barbara Maria Ursula
Begutachter / BegutachterinBucher, Rainer-Maria
ErschienenGraz, 2016
Umfang442 Blätter
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Katholische Kirche / Frau / Priesterweihe / Mayr-Lumetzberger, Christine / Priesterweihe / Kirchengeschichte
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-107812 Persistent Identifier (URN)
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Die Donaupriesterinnen "Danube Seven" [2.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit dem Phänomen der „sieben Donaufrauen“, eine Gruppe katholisch sozialisierter Frauen, die sich 2002 auf einen Donauschiff, gegen das bestehende kirchliche Gesetz („contra legem“) zu katholischen Priesterinnen weihen ließen. Das Phänomen der Weihe „contra legem“ wird in fünf Kapiteln dargestellt. Die in den Kapiteln zwei und drei dargestellte soziologische Analyse, deckt den Zusammenhang zwischen katholisch-biographischer Prägung und die Rolle der katholischen Kirche als „inner-gesellschaftliches System“ mit einer eigenen Diskurspraxis auf. Als Motivationsfaktor der Weihe „contra legem“ lässt sich ein kirchliches Deutungsmuster identifizieren, in dem „der Frau“ eine bestimmte Funktion zugeschrieben wird. Die Weihe auf dem Donauschiff zeigt sich dabei als Symbolhandlung mit einer äußeren und einer inneren Phänomenstruktur und deckt vier handlungsrelevante Bereiche, nämlich Identität, Schuld und Macht im System Kirche sowie einer daraus resultierende notwendigen Positionierung auf. In ihrer kirchlichen Relevanz zeigt sich die Weihe auf dem Donauschiff als Heterotopie, die sich als Andersort zum „kirchlich Normalen“ präsentiert. Die innerkirchliche Machtdiskussion wird somit gleichzeitig zu einer „Systemdiskussion“. In der Weihe „contra legem“ lässt sich unter anderem der Wunsch nach einer innerkirchlichen Umgestaltung erkennen, den die Donaufrauen experimentell umsetzen und so die dekonstruktivistischen Anforderungen der Postmoderne umgehen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis discusses the phenomenon of the Danube Seven, a group of Catholic socialized women who had been ordained on the Danube River in 2002 against Roman Catholic law ("contra legem"). The study presents the phenomenon of the ordination "contra legem" in five chapters. After a short historical overview chapter two and three illustrate the sociological background and reveal the connection between the biographical experience of the seven women and the role of the Catholic Church as "intra-social system" with its particular discourse practice. A discourse analysis shows that “woman” is expected to behave in a certain way and has a function for the church as a system. This discourse practice was the motivating factor for the Danube Seven to seek the ordination “contra legem". The ordination itself is a symbolic action and has an outer and an inner phenomenon structure that reveals relevant subjects, which challenged the Danube Seven to take position. Those subjects are: identity, guilt and power within the church system. The ordination “contra legem” is important as heterotopia, as it represents physically a function in relation to the “Catholic-church-space”, which is meant to be “the normal”.The power in Catholic Church has to be discussed in his relevance for keeping up the church system. Urging the ordination "contra legem" the Danube Seven express their desire for a transformation of the Catholic Church. At the same time they set an experiment within their “modern” thinking.