Titelaufnahme

Titel
Interrupted acquisition NMR spectroscopy / vorgelegt von Simon Glanzer
Verfasser/ VerfasserinGlanzer, Simon
Begutachter / BegutachterinZangger, Klaus
ErschienenGraz, 2016
Umfang93 Blätter : Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Dissertation, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Magnetische Kernresonanz
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-107759 Persistent Identifier (URN)
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Interrupted acquisition NMR spectroscopy [12.15 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In diese Dissertation werden neue hochaufgelöste NMR Methoden beschrieben bei welchen die Datenaufnahme unterbrochen ist. Dadurch können Spinpolarisationen auch während der Aufnahme manipuliert werden was den Weg zu mehreren neuen Experimenten ebnet. So können homonukleare skalare Kopplung kann mit dieser Methode unterdrückt werden, wenn alle koppelnden Spins etwa alle 20 ms invertiert werden. Diese Technik wurde benutzt um die Protonen-Linienbreite in Diffusionsexperimenten zu reduzieren und Diffusionskoeffizienten in überlappenden Regionen aufzulösen. Die unterbrochene Aufnahme führt zu Artefakten in den Spektren, die mittels variabler Datenaufnahmeintervalle unterdrückt werden können. Zusätzlich kann die Intensität erhöht werden, wenn der Anregungsbereich der selektiven Pulse leicht verschoben wird, um längere Relaxationsdelays zu erhalten.Des Weiteren gibt es viele Möglichkeiten um die Spins während der Aufnahme zu manipulieren um das Verhältnis skalare Kopplung zu chemischer verschieben zu verändern. Ein Maß für dieses Verhältnis ist der „J-scaling factor “, dieser ist in konventionellen NMR Experimenten 1. Verringert man den J-scaling factor (0 < < 1), nennt man die Methode „J-downscaling“ , bei der die spektrale Auflösung erhöht werden kann, ohne die Multiplizität von Signalen zu verlieren.Wenn jedoch die Signale an sich gut separiert sind, aber das Kopplungsmuster durch die Linienbreite des Spektrums nicht vollständig erkennbar ist, ist ein Erhöhen der skalaren Kopplung erwünscht. Die „J-upscaling“ Technik erhöht künstlich das skalare Kopplungs- zu chemischer Verschiebung Verhältnis ( > 1). Mit dieser Methode können Signale, welche lediglich 0,3 Hz getrennt sind, aufgelöst werden, obwohl die Linienbreite eines herkömmlichen Spektrums 0,8 Hz beträgt. Zusätzlich kann diese Methode an heteronukleare Systeme angewendet werden, um homonuklear entkoppelte, heteronuklear „J-upscaled“ HSQMBC Ex erhalten. Hier konnten heteronukleare 6- und 5-Bindungskopplungen von 0,25 und 0,37 Hz aufgelöst werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The scope of my dissertation concentrated on the development of new liquid-state NMR methods using interrupted acquisition. By consequently halting and starting data sampling, spins can be manipulated during acquisition. Homonuclear scalar coupling can be completely removed from the spectrum, when off-resonance signals are inverted every 20 ms. This technique was used to decrease the linewidth of proton signals in diffusion ordered spectroscopy (DOSY) spectra in order to access diffusion coefficients in crowded areas. Interrupted acquisition creates artifacts in the spectrum, which can be suppressed by using a variable delay counter. Additionally, intensity can be gained when the excitation frequency is shifted after every scan and the relaxation delays are artificially increased.Different manipulations enable us to change the ratio of scalar coupling vs. chemical shift evolution. These variations of the relative size of the scalar coupling can be described by the “J-scaling factor ”, which is 1 in regular NMR experiments. With the “J-downscaling” (0 < < 1) method spectral resolution can be increased without losing multiplicity information of the signals. In cases where signals are well separated but homonuclear splitting information is not accessible because of linewidth limitations, an increase of scalar coupling evolution is desired. The “J-upscaling” technique artificially increases the scalar coupling to chemical shift ratio ( > 1). With this method it is possible to resolve signals separated by 0.3 Hz with an intrinsic spectral linewidth of 0.8 Hz. Furthermore, this technique can be extended to heteronuclear systems to obtain a homonuclear decoupled and heteronuclear J-upscaled HSQMC experiments. With this technique we were able to observe 5 - and 6 - bond heteronuclear splittings of 0.25 and 0.37 Hz.