Titelaufnahme

Titel
Das schöne Geschlecht in Uniform : die Geschichte der Frauen bei der österreichischen Polizei bzw. Gendarmarie und ihre aktuelle Situation : Eintritt in eine Männerdomäne / vorgelegt von Carmen Kerstin Joham
Weitere Titel
The more beautiful gender in uniform : the history of women within the Austrian police and their actual situation : entry in a masculine domain
Verfasser/ VerfasserinJoham, Carmen
Begutachter / BegutachterinSchmidlechner-Lienhart, Karin Maria
ErschienenGraz, 2016
Umfang142 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Polizei / Gendarmerie / Frau / Geschichte
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-107710 Persistent Identifier (URN)
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Das schöne Geschlecht in Uniform [1.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit behandelt die Frau als historische Akteurin im österreichischen Polizei- und Gendarmeriewesen und stellt auch ihre heutige Situation dar. Der Weg hin zur Gleichberechtigung hat sich im Polizeiwesen nahezu über das ganze 20. Jahrhundert gezogen: 1909 wurde die erste Frau offiziell mit polizeilichen Tätigkeiten beauftragt, die gesetzliche Gleichstellung erfolgte aber erst 1991, wobei Theorie und gelebte Praxis in einen Widerspruch zueinander traten, denn Gleichstellung führte nicht zu Gleichwertigkeit. Frauen wurden nach 1991 noch immer als anders und mit Defiziten ausgestattet wahrgenommen, was sich auch in aktuellen Debatten noch zeigt: Frauen werden zum Beispiel mit der Begründung, dass es ihnen an Körperkraft mangle, für schutzbedürftig erklärt. Bis 1991 wurden sie nahezu nur zu Hilfsdiensten der Männer oder frauenspezifischen Tätigkeiten herangezogen, wodurch männliche und weibliche Sphären entstanden. Erstere war von Strafverfolgung und Ordnungstätigkeit geprägt, zweitere von Fürsorge und Sozialarbeit. Es etablierte sich in Folge eine eindeutige Geschlechtergrenze, die auch heute noch nicht ganz durchbrochen ist, was sich beispielsweise durch die wenigen weiblichen Führungskräfte zeigt. Die für die Frau wohl wichtigste Integrationsfolge im Polizeiwesen ist das Aufbrechen traditioneller Geschlechtergrenzen, das langsam vor sich ging und noch nicht abgeschlossen ist, was heutzutage noch anhand der sich etablierten informellen Arbeitsteilung der Geschlechter sichtbar ist. Seit 1991 begannen die Geschlechtergrenzen aber langsam zu bröckeln, vor allem als Polizistinnen zu Führungskräften wurden, denn Aufstieg führte zu Machtzuwachs, der lange Zeit nur den Männern gewährt wurde. Heute gewöhnt Man(n) sich an Frauen im Polizeidienst allmählich, nicht jedoch in den Sondereinheiten.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this work is to describe women as historical actors within the Austrian police. In doing so also the characterization of their actual situation is part of this work. The way to equality in the Austrian police was from 1909, as the first woman was authorized officially to some police activities, to 1991, as equalization was achieved but ended in a conflict of theory and practice because equalization did not lead automatically to equivalency. From 1991 on women were considered still as other beings with differences, which can be seen also on todays debates: for example physical strength is the central category, that makes women the weak sex, in need of protection. Until 1991 women were only helpers or had to do female-specific work. Because of those facts male and female spheres were generated. The male sphere was branded by prosecution and activities that guarantee social arrangement, the female sphere by welfare and social work. Thus a clear boundary was established between the two genders, that is not completely ruptured until today, which can be seen for example due to the small number of policewomen as managerial staff in Austria. The eruption of the traditional boundaries of the two genders can be seen as the most important consequence of the integrational process of women within the police. This process was slow and is not concluded until yet and can be conserved considering the until todays established informal division of labor of policemen and policewomen. In connection with the equalization in 1991 the boundaries between them started to crumble slowly, especially in the moment in that woman started to work as bosses, because hierarchical promotion implicates gain in power, which was conceded only to men for a long period. Todays society is adjusted to female policewomen, but not within special forces.