Titelaufnahme

Titel
¡Hasta la victoria siempre! : das Bolivianische Tagebuch von Ernesto Che Guevara in zwei deutschen Übersetzungen / vorgelegt von Julia Buchner, BA
Weitere Titel
¡Hasta la victoria siempre! : the Bolivian diary from Ernesto Che Guevara in two German translations
Verfasser/ VerfasserinBuchner, Julia
Begutachter / BegutachterinWolf, Michaela
ErschienenGraz, 2016
Umfang117 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Guevara, Che <El diario del Che en Bolivia> / Übersetzung / Deutsch / Geschichte 1968-1987
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-107480 Persistent Identifier (URN)
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¡Hasta la victoria siempre! [1.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit untersucht und vergleicht das 1968 erschienene Original El Diario del Che en Bolivia von Ernesto Che Guevara und zwei deutsche Übersetzungen, wovon die erste 1968 in der BRD bei einem bekannten Verlag der damaligen Protestbewegung verlegt wurde und die zweite 1987 in der DDR bei einem großen DDR-Verlag. Dies geschieht, da zum einen bisher kaum translationswissenschaftliche Betrachtungen der Werke Guevaras vorliegen. Zum anderen weisen die Rahmenbedingungen der die Übersetzungen publizierenden Verlage starke ideologische Unterschiede auf. Die Hypothese lautete daher, dass sich unterschiedliche Rahmenbedingungen in Form ideologischer Anpassungen in den Übersetzungen niederschlugen und eine Veränderung der ideologischen Position Guevaras bewirkten. Für die BRD-Übersetzung wurde vermutet, dass LeserInnen dazu bewegt werden sollten, stärkere Kritik an bestehenden Verhältnissen zu üben und mobilisierende ideologische Elemente daher verstärkt wurden. Für die DDR-Übersetzung wurde angenommen, dass die Übersetzung derart gestaltet wurde, dass das von der DDR propagierte Wertesystem nicht infrage gestellt würde und ideologische Elemente daher mitunter abgeschwächt wurden. Zur Überprüfung der Hypothese wurde ein dreistufiges Analyseinstrumentarium angewendet. Durch eine textexterne Analyse, durchgeführt mit dem Patronage System von André Lefevere, eine paratextuelle Analyse nach Gérard Genette und einen Textvergleich unter Anwendung einer Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, konnte die Hypothese schrittweise verfeinert und für die BRD-Übersetzung verifiziert bzw. für die DDR-Übersetzung teilweise verifiziert werden. Die BRD-Übersetzung wurde durch den publizierenden Verlag ideologisch intensiviert und an seine sowie die Anforderungen der Protestszene angepasst. Die DDR-Übersetzung wurde durch Verlag und Übersetzer derart gestaltet, dass eine Veröffentlichung ermöglicht wurde, wurde jedoch nur selten ideologisch abgeschwächt.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis analyses and compares El Diario del Che en Bolivia written by Ernesto Che Guevara and published in 1968, and two German translations, of which the first one was published in 1968 in the Federal Republic of Germany by a well-known publisher of the protest movement at that time, while the second one was published in 1987 in the German Democratic Republic by a big local publisher. Surprisingly, the work of Guevara has hardly been focused on in translation studies. Another reason for writing this thesis is that the environments of the publishers show large ideological differences. Therefore, it was hypothesised that the different environments had an impact on the translations through ideological adaptions and caused alterations of the ideological position of Guevara. As for the first translation, it was assumed that the readers should be supported in even more strongly criticising the political and social conditions present at that time and that therefore ideological elements of the Diario had been intensified. Regarding the second translation, it was assumed that it had been designed in a way that the system of values propagated by the GDR would not be questioned and that therefore ideological elements had rather been moderated. To test the hypothesis, three analyses were carried out. Through conducting an extratextual analysis using the Patronage System by André Lefevere, a paratextual analysis following the scheme of Gérard Genette and a text comparison carrying out a Critical Discourse Analysis following the model of Siegfried Jäger, it was possible to gradually specify the hypothesis, verify it for the first translation and partly verify it for the second one. Hence, the first translation was ideologically intensified by the publisher and adapted to his and the protest scenes assumed demands. As for the second translation, publisher and translator designed it in a way that made a publication possible, but there were only few ideological moderations.