Titelaufnahme

Titel
Juan Gabriel Vásquez und Die geheime Geschichte Costaguanas : eine Übersetzungsanalyse / vorgelegt von Rosina Zotter
Weitere Titel
Juan Gabriel Vásquez and „Die geheime Geschichte Costaguanas“: an analysis
Verfasser/ VerfasserinZotter, Rosina Helga Margit
Begutachter / BegutachterinUniversität Graz
Gutachter2016-10
ErschienenGraz, 2016
Umfang115 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-107458 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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Juan Gabriel Vásquez und Die geheime Geschichte Costaguanas [1.26 mb]
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Nachweis
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Analyse der deutschen Übersetzung des Romans Historia secreta de Costaguana des kolumbianischen Autors Juan Gabriel Vásquez. Er zählt zur neuen Generation lateinamerikanischer SchriftstellerInnen, deren Werke sich von der Boom-Literatur des Magischen Realismus des vergangenen Jahrhunderts abgrenzen und durch stilistische Vielfalt auszeichnen. Es wurde der Fragestellung nachgegangen, inwieweit eine Textmanipulation im Sinne einer verfremdenden Übersetzung erfolgte, um den Erzählstil des Autors möglichst authentisch wiederzugeben, bei gleichzeitiger Erfüllung der Erwartungshaltung des Lesepublikums hinsichtlich des Erlebens einer exotisch-fremden Welt, mit der die lateinamerikanische Literatur im deutschsprachigen Raum noch immer assoziiert wird. Es wurde von der Hypothese ausgegangen, dass sich eine Tendenz zum verfremdenden Übersetzen findet, und die erfolgten Textmanipulationen in der Übersetzung überwiegend auf syntaktischer und semantischer Ebene nachzuweisen sind. Zur Verifizierung der Hypothese erfolgte eine Übersetzungsanalyse dreier Themenkreise anhand der Übersetzungsstrategien nach Andrew Chesterman, unter Berücksichtigung des Normenkonzeptes nach Andrew Chesterman, sowie eine paratextuelle Analyse nach Gerard Génette. Die Analyse bestätigte, dass der Roman verfremdend übersetzt wurde und sich die Übersetzerin nahe am Ausgangstext orientierte, jedoch unter Einhaltung der grammatikalischen Gegebenheiten der deutschen Sprache. Die Übersetzerin ließ sich dabei von verschiedenen Normen leiten, um sowohl loyal gegenüber dem Autor zu handeln als auch der Erwartungshaltung des Lesepublikums gerecht zu werden. Die paratextuellen Elemente des Romans zeigten ebenfalls eine Orientierung am Originalwerk. Der Verlag setzte auf eine schlichte, geheimnisvolle Wirkung und rückte den Autor als Repräsentant der neuen Generation lateinamerikanischer SchriftstellerInnen in den Mittelpunkt.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to analyse the German translation of the novel Historia secreta de Costaguana by the Colombian author Juan Gabriel Vásquez. He belongs to the new generation of Latin American writers, whose work is known for their stylistic variety and who distance their work from magical realism of the last century. The thesis focuses on the question to what extent a textmanipulation towards foreignization was carried out, in order to reproduce as authentically as possible the autors style, while also trying to meet the expectations of the readership towards the experience of an exotic and remote world with which Latin American literature is still associated within German-speaking countries. The hypothesis of this thesis is that a tendency towards foreignizing translation can be found and that the textmanipulations in the translation are mainly found on syntactic and semantic level. In order to examine these assumptions, the original text and the translation were compared, concentrating on three topics, using Andrew Chestermans translation strategies, his norm theory as well as a paratextual analysis by Gérard Genette. The analysis confirmed that the German translation of the novel is oriented towards foreignization and that the translator tried to translate as close to the original as possible. However, she focused on maintaining German grammatical structures. The translator followed different norms when translating the original text in order to act loyal towards the author as well as to meet the expectations of the readership. Paratextual elements of the German novel also showed an orientation towards the original. The publisher opted for a simple yet mysterious effect and placed the author in the center of attention as representative of the new generation of Latin American writers.