Titelaufnahme

Titel
"Arianismus" als soziales Phänomen : die Verbreitung einer "Häresie" außerhalb der Eliten / vorgelegt von Astrid Schmölzer
Weitere Titel
"Arianism" as a social phenomenon : the spreading of a "heresy" outside the elites
Verfasser/ VerfasserinSchmölzer, Astrid
Begutachter / BegutachterinSpickermann, Wolfgang
ErschienenGraz, 2016
Umfang96 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Arianismus
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-107416 Persistent Identifier (URN)
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"Arianismus" als soziales Phänomen [1.91 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel dieser Masterarbeit ist das Ergründen des sozialen Phänomens „Arianismus“, samt seinen Definitionen und Auswirkungen auf das tägliche Leben, soweit diese nachvollziehbar sind.Die Jahre der so genannten Arianischen Kontroverse gelten als eine der am besten dokumentierten Zeitabschnitte der Antike, doch die meisten Details lassen sich nur vage bzw. gar nicht klären. Wenn man von den Diskussionen über die Substanz von Gott und Sohn liest oder hört, die sich bei den Menschen auf antiken Marktplätzen abspielen, oder von den Ausschreitungen auf den Straßen, an denen Arianer und Orthodoxe beteiligt waren, begegnet eine namenlose Masse an Menschen, die über eine religiöse Sache streitet. Die wichtigsten Fragen sind, warum diese Menschen sich für Arianismus bzw. Nicht-Arianismus interessierten bzw. ereiferten und ob sie die eigentlichen Probleme der Arianischen Kontroverse verstehen konnten.Die Recherche hat ergeben, dass die Bischöfe sich einfacher Kommunikationsmedien (Liedern, Gebete, Reden) bedienten, um ihre Vorstellungen an ihre Gemeindemitglieder weitegeben zu können. Durch die vereinfachten Erklärungen gewann die normale Bevölkerung einen Einblick in die religiöse Auseinandersetzung; durch das Bewusstwerden von Gruppen, die anderen Ansichten folgten, wurde Zusammengehörigkeit und Unterstützung gefördert, wie auch verschärfte Abgrenzungen, bis hin zu aufgestauter Unzufriedenheit, die sich in der einen oder anderen Straßenschlacht entladen konnte. Ausgehend von den wesentlichen Quellen werden die Städte Alexandria, Konstantinopel, Antiochia und Rom für die Untersuchung herangezogen.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis should deal with the social phenomenon “Arianism”, its definitions and effects on daily life, as far as we can assume them.The years of the Arian Controversy are considered one of the best documented areas in antiquity, but in almost all details the sources are vague or in a bad state. When we hear about discussions concerning the substance of God and the Son, figured out by normal life people in the marketplaces of the ancient World, or about big violent outrages we meet a nameless mass of people, discussing and fighting for a religious issue. The main questions are, why were these people interested and concerned about Arianism and Not-Arianism and if they could understand the problems behind the Arian Controversy. Research showed that bishops tried simple mediums of communication (songs, prayers, speeches) to pass their ideas on to their followers. Through the simplified explanations people gained insight into the religious discussion; by becoming aware of other groups, who followed different opinions, the feeling of unity and support was strengthened, like hard limitations against other groups lead to dissatisfaction, sometimes unloaded in street fights. From relevant sources, the cities of Alexandria, Constantinople, Antioch and Rome have been examined.