Titelaufnahme

Titel
Lehrt uns Werther das Fürchten? : die Thematisierung von Ängsten in Goethes Werther / vorgelegt von Birgit Lubi, Bakk.phil.
Weitere Titel
Does "Werther" give us a lesson in fear? : the portrayal of angst in Goethe's "Werther"
Verfasser/ VerfasserinLubi, Birgit
Begutachter / BegutachterinGoltschnigg, Dietmar
ErschienenGraz, 2016
Umfang149 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Goethe, Johann Wolfgang von <Die Leiden des jungen Werthers> / Angst <Motiv>
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-107350 Persistent Identifier (URN)
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Lehrt uns Werther das Fürchten? [0.89 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Masterarbeit „Lehrt uns Werther das Fürchten? Die Thematisierung von Ängsten in Goethes Werther“ beschäftigt sich mit der Frage, an welcher Stelle und aus welchen Gründen an einem Individuum des 18. Jahrhunderts Ängste festgemacht werden können und inwieweit sie sich auf neuzeitliche, rezente Ängste und Angstformen übertragen lassen. Unter Zuhilfenahme interdisziplinärer Forschungsergebnisse zum Phänomen Angst vorwiegend aus der psychoanalytischen bzw. tiefenpsychologischen Wissenschaft wird Goethes Briefroman einer literaturwissenschaftlichen Analyse unterzogen. Unter der Voraussetzung Werther als ausdifferenziertes, modernes Subjekt anzunehmen dient dessen psychischer Apparat als Grundlage, an der Angstsituationen und -ausprägungen abgelesen werden können. ^Eine „psychoanalytische Sitzung“ mit Werther unter besonderer Berücksichtigung literaturhistorischer, mentalitätsgeschichtlicher sowie vordergründig anthropologischer Bedingungen stets unter dem Aspekt der Angst erlaubt tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der jungen Generation der Stürmer und Dränger. Angst wird hierbei zum Instrument, Kulturvermittler wie auch Geschichtenerzähler. Von außerpsychischen Determinanten wie Gesellschaft und Geschichte ausgehend wird in Werthers Inneres vorgearbeitet. Aus den Ergebnissen der Analyse leitet sich die außergewöhnliche Gemeinsamkeit zwischen dem Werther-Roman und dem Urgefühl Angst, sogenannte Panzeitlichkeit, ab. Akzentuiert wird dabei die sowohl der Angst und somit auch dem Menschen innewohnende Paradoxie. Auch auf die Gefühlskonstitutionen der weiteren Romanfiguren wird in diesem Kontext kurz eingegangen. ^Komplettiert möchte die Analyse von ausgewählten, zwischenzeitlichen Exkursen zur Innerlichkeit des Autors selbst werden. Typisch menschliche Ängste, die einen Brückenschlag zur Gegenwart ermöglichen, rücken folglich in den Mittelpunkt dieser Abhandlung, womit evident wird, dass der Werther als zeitloser Text hervortritt.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis titled „Does Werther give us a lesson in fear? The portrayal of angst in Goethes Werther” deals with the question of where and why different kinds of angst can be linked to an 18th century individual and also of how they can be transferred to contemporary, recent types of angst. With the help of interdisciplinary research findings, primarily from the field of psychoanalysis and depth psychology, a literary analysis will be performed on Goethes epistolary novel. Assuming that Werther is a fully differentiated, modern subject, his mental apparatus will serve as a basis from which situations and manifestations of angst can be deduced. A “psychoanalytic session” with Werther taking account of primarily anthropological and literary-historical conditions as well as conditions of the history of mentalities, all the time maintaining a focus on angst, allows taking a deep insight into the emotions of the young Sturm und Drang generation. Angst becomes an instrument, a cultural mediator and a teller of tales. Starting with non-psychological determinants like society and history, Werthers emotions are unravelled. The results of the analysis reveal an extraordinary, time-transcending similarity between the Werther-novel and the primal emotion of angst. The emphasis will thereby be on the antinomy that is inherent to angst and consequently to the human being. The emotional constitution of the novels other characters will briefly be addressed in this context as well. The analysis will be completed with selected excursions into the authors mind. Those kinds of angst that are inherent to human nature and that allow for a connection to the present become the focus of this thesis, proving that Werther is in fact a timeless text.

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