Titelaufnahme

Titel
Die Entwicklung der Abfallwirtschaft in Slowenien in Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit seit 1991 und mit Fokus auf Siedlungsabfall / vorgelegt von Andreas Schaffernak
Weitere Titel
The development of the waste management in Slovenia regarding its sustainability since 1991 and with focus on municipal waste
Verfasser/ VerfasserinSchaffernak, Andreas Wolfgang
Begutachter / BegutachterinFischer, Wolfgang
ErschienenGraz, 2016
Umfang178 Seiten : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme, 1 Karte
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Slowenien / Siedlungsabfall / Abfallwirtschaft / Nachhaltigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-107314 Persistent Identifier (URN)
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Die Entwicklung der Abfallwirtschaft in Slowenien in Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit seit 1991 und mit Fokus auf Siedlungsabfall [4.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mit der Unabhängigkeit Sloweniens im Jahr 1991 musste sich der Staat erstmals selbstständig mit der anfänglich nur wenig beachteten Thematik der Abfallwirtschaft auseinandersetzen. Seit der Kandidatur als Mitgliedsstaat in der EU ab Mitte der Neunzigerjahre und im Speziellen seit dem Beitritt im Jahr 2004 nehmen die Bemühungen zu, der immer größer werdenden Abfallproblematik Herr zu werden. Ziel dieser Diplomarbeit ist einen möglichst vollständigen Überblick über die Entwicklung der kommunalen Abfallwirtschaft Sloweniens zu verschaffen, sowie diese auf ihre Nachhaltigkeit zu überprüfen. Der Herausforderung wurde mithilfe einer methodenübergreifenden Triangulation begegnet. Anhand von Dokumenten- bzw. Sekundäranalysen und E-Mail Befragungen konnten wertvolle qualitative als auch quantitative Daten gewonnen werden.Bis zur Mitte der Neunzigerjahre wurde ein Großteil der Siedlungsabfälle noch auf unzureichend gesicherten Deponien entsorgt.^ Mit der Kandidatur in der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre, dem Beitritt in die EU im Jahr 2004 und der anschließenden Anpassung der innerstaatlichen Gesetzgebung an die Rahmenrichtlinien der EU verbesserte sich die Abfallsituation in Slowenien. Während die stoffliche Verwertung langsam zur vorherrschenden Behandlungsmethode für Siedlungsabfälle wurde, verlor die Deponierung immer mehr an Bedeutung. Ein nach wie vor großes Problem in der kommunalen Abfallwirtschaft Sloweniens ist das Fehlen einer vollständigen regionalen Ebene, welche die Kommunen bezüglich der Ausführung ihrer abfallwirtschaftlichen Verpflichtungen entlasten könnte. Die kommunale Abfallwirtschaft Sloweniens hat sich über die Jahrzehnte hinweg nicht nur hinsichtlich der Abfallpolitik und der Behandlungsmethoden weiterentwickelt, sie weist inzwischen auch einen hohen Grad an Nachhaltigkeit auf.^ Ein Hauptproblem in der slowenischen Abfallwirtschaft bleibt die hohe Anzahl an Altlasten im eigenen Land.Allen Anschein nach wird die zukünftige kommunale Abfallwirtschaft Sloweniens einen ähnlichen Trend verfolgen wie bereits innerhalb des Untersuchungszeitraumes von 1995 bis 2014. Demzufolge dürften im Jahr 2024 nahezu 3/4 der Siedlungsabfälle einer stofflichen Verwertung zugeführt werden. Diese Entwicklung wäre repräsentativ für die von einigen slowenischen Gemeinden bereits begonnene Verfolgung des „Null-Abfall Pfades“, welches eine Abkehr von der Deponierung und der Verbrennung beabsichtigt.

Zusammenfassung (Englisch)

With its independency in the year 1991 Slovenia has become responsible for the waste management within its country borders. Since the candidature for the EU membership in the middle of the nineties and especially since the accession to the EU in 2004 efforts are increasing to handle the waste issue in an appropriate way. The purpose of this master thesis is to offer a complete overview over the development of the municipal waste management in Slovenia and to review it in the sense of sustainability. To accomplish this goal a trans-methodical triangulation approach has been used. With the help of a document analysis, a secondary analysis and surveys by e-mail useful qualitative and quantitative data could be collected. Up to the middle of the nineties most of the municipal waste had been discarded in landfills with inappropriate safety standards.^ The candidature for the EU membership during the second half of the nineties, the accession in 2004 and the harmonisation of the Slovenian legislation with that of the EU lead to a significant improvement of the waste situation in this country. While material recovery was becoming slowly the predominant waste management method, landfilling was losing its relevance as treatment method for municipal waste over the years. One major problem in the waste management of Slovenia remains the lack of a full developed regional administrative level which could help the municipalities with their duties in the area of waste management. The municipal waste management in Slovenia hasnt only improved in the areas of policy and treatment methods but it has also reached a high degree of sustainability over this long period. However, the issue concerning the high amounts of contaminated sites in Slovenia remains unsolved.^ It is very likely that the future municipal waste management is going to follow the same trend as it has done during the observation period from 1995 to 2014. In the year 2024 nearly three quarters of the municipal waste is going to be added to the material recovery. This development would coincide with the so called “Zero Waste Path” which is already followed by some Slovenian municipalities and aims to ban incineration and landfilling as waste treatment methods.

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