Titelaufnahme

Titel
Coworking als Begrenzung entgrenzter Arbeit : neue Arbeitsgeographien in der Grazer Kreativszene / vorgelegt von Malte Höfner, B.Sc
Weitere Titel
Re-defining unbounded work regimes with coworking : new labour geographies in the creative environment of Graz
Verfasser/ VerfasserinHöfner, Malte Jonas
Begutachter / BegutachterinErmann, Ulrich
ErschienenGraz, Oktober 2016
UmfangX, 147 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme, 1 Karte
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Kulturwirtschaft / Bürogemeinschaft
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-107129 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Coworking als Begrenzung entgrenzter Arbeit [3.75 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die mit den Informations- und Kommunikationstechnologien einhergehende Digitalisierung wissensbasierter Arbeit hat nicht nur Arbeitsverhältnisse, sondern auch Arbeitsorte grundlegend verändert. Kreative Berufe gelten hier als besonders interessant, da sie eine Vorreiterrolle in der Veränderung von Arbeitszeitstandards einnehmen. Coworking Spaces fungieren oft als reale Räume digitalisierter Netzwerkgesellschaften, an denen entgrenzten Arbeitsformen von Kreativen durch kollektive Institutionalisierung subjektivierter Handlungspraxen strukturelle Stabilität eingehaucht wird.Ziel: Die vorliegende Arbeit sucht nach Motiven für atypische Arbeitsverhältnisse und alternative Arbeitsorte im Kontext entgrenzter Arbeitsformen. In Bezug auf die mit dem Coworking verbundenen Re-Lokalisierungsprozesse werden in dieser Arbeit subjektive Handlungsstrategien für eine Neu-Begrenzung entgrenzter Arbeit erforscht. Methode: Zur Beantwortung dieser Fragen wurden narrative Interviews durchgeführt, die durch eine quantitative Erhebung mit der Grazer Kreativszene im offenen Forschungsprozess ergänzt wurden. Die Erhebung soll dabei einen Mehrwert für die lokale Community generieren, da ihre Ergebnisse in eine bestehende Plattform einfließen. Ergebnisse: Die Hauptmotive, in einem Coworking Space zu arbeiten, haben räumliche, soziale, berufliche, aber auch subjektiv-sinngebende Gründe. Viele CoworkerInnen berichten, ihre Neu-Begrenzung im Coworking Space strategisch durch eine strikte Trennung von Arbeit und Privatheit umzusetzen. In der Praxis ergab sich jedoch eine starke Abweichung subjektiver Begrenzungsstrategien: Während eine Neu-Begrenzung der Arbeit auf räumlicher Ebene relativ klar vollzogen wird, geraten einige CoworkerInnen bei sozialen Begrenzungsaktivitäten hingegen in enorme Schwierigkeiten, da Netzwerke mit strategischen Freundschaften meist zu einer Diffusion von Arbeit und Privatheit führen und weitreichende Folgen für die eigene Berufs- und Lebensplanung haben.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The digitization of the knowledge-based economy in parallel with advancements in information and communication technology has fundamentally changed working conditions and work spaces. Creative jobs are of particular interest as they play a leading role in shifting established working time standards. Coworking spaces often represent a real location for digitized network-societies in which an attempt is made to imbue the boundaryless working practices of creatives with structural stability through a collective institutionalization of subjectivized business practices.Goal: This thesis aims to identify motives for atypical working conditions and alternative working locations within the context of boundaryless working practices. It explores subjective strategies of re-defining new limitations of previously unbounded work regimes as these relate to the re-localization processes associated with Coworking.Method: To answer these questions, narratives from qualitative social research interviews were used and supplemented by a quantitative survey carried out in open research with local creatives. This survey is intended to generate additional value for the local community as its outputs will be fed into an existing platform.Key findings: The main motivating factors for working in a Coworking Space, are spatial, social, professional as well as subjectively-significant reasons. Many coworkers report that they strategically re-define boundaries of their work within the Coworking Space by a strict separation of work and private life. In practice however, strong deviation across subjective boundary strategies emerges: While a new definition of boundaries is relatively clear accomplished on a spatial level, some coworkers experience enormous difficulties when setting borders in the social realm, because networking with strategic friendships often leads to a diffusion of work and private life, with far reaching consequences for their entrepreneurial and personal lives.

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