Titelaufnahme

Titel
Verbot des Einsatzes eines Lockspitzels nach der StPO-Novelle 2016 BGBl I 2016/26 / vorgelegt von Rita Stefanie Hasenhütl
Weitere Titel
Deploying undercover agents after the StPO amendment 2016 BGBl I 2016/26
Verfasser/ VerfasserinHasenhütl, Rita Stefanie
Begutachter / BegutachterinSchütz, Hannes
ErschienenGraz, im Oktober 2016
UmfangVIII, 84 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Verdeckte Ermittlung / Agent provocateur / Strafrecht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-106846 Persistent Identifier (URN)
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Verbot des Einsatzes eines Lockspitzels nach der StPO-Novelle 2016 BGBl I 2016/26 [0.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und der im Jahr 2016 ergangenen gesetzlichen Normierung einer Konsequenz für durch rechtswidrige Tatprovokation erlangte Beweismittel. Um der Judikatur des EGMR, vor allem Furcht gegen Deutschland (23.10.2014, 54648/09) zu entsprechen, wurde durch das Strafprozessrechtsänderungsgesetz BGBl I 2016/26 ein prozessuales Verfolgungshindernis eingeführt. Der EGMR anerkennt als mögliche Folge einer durch unzulässige Tatprovokation ergangenen Verletzung des Art 6 EMRK entweder ein Beweisverwertungsverbot, ein prozessuales Verfolgungshindernis oder einen materiellen Strafausschließungsgrund. Diese Optionen ebenso wie die bisher vom OGH angewandte Kompensation durch Strafzumessung, werden mit all ihren rechtlichen Folgen für den Angeklagten, die Staatsanwaltschaft sowie das Gericht erörtert und verglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis deals with possible ways of regulating consequences of Art 6 ECHR violations in connection with evidence gained from unlawfully incited crimes by the police. According to the ECHR judgement Furcht vs. Germany (23.10.2014, 54648/09) a criminal prosecution was prohibited by the the Amending Law “Strafprozessrechtsänderungsgesetz BGBl I 2016/26”. In case of a violation of Art 6 EMRK caused by police incitement, the ECHR allows one of the following options: an exclusion of evidence obtained as a result of the police incitement, the prohibition of a criminal prosecution or an exemption of punishment. Each option as well as the "mitigation approach" at the time of sentencing, which was so far considered as an appropriate solution by the Austrian Supreme Court of Justice, will be thoroughly discussed in respect of their effects for the accused, the court and the prosecution.