Titelaufnahme

Titel
Das Delikt des § 274 StGB : von seinen Anfängen bis zum Strafrechtsänderungsgesetz 2015 / vorgelegt von Julia Rothschädl
Weitere Titel
The offence according to § 274 of the Austrian Criminal Code : from its beginnings to the Criminal Law Amendment Act 2015
Verfasser/ VerfasserinRothschädl, Julia
Begutachter / BegutachterinSchmölzer, Gabriele
ErschienenGraz, im September 2016
UmfangVI, 78 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Landfriedensbruch / Strafrecht / Geschichte
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-106792 Persistent Identifier (URN)
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Das Delikt des § 274 StGB [1.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung des Deliktes des § 274 StGB, welches bis 31.12.2015 unter dem Titel Landfriedensbruch zu finden war. Seit der Einführung ins StGB im Jahre 1975 kam dieses Delikt kaum zur Anwendung. In den letzten Jahren ist allerdings ein Anstieg an Verurteilungen nach § 274 StGB zu verzeichnen. Dadurch rückte der Landfriedensbruch in den Fokus der Öffentlichkeit und es mehrte sich die Kritik an diesem Delikt. Diese wurde schließlich zum Anlass genommen, um den Landfriedensbruch durch das Strafrechtsänderungsgesetz 2015 zu reformieren und neu zu fassen.Seit 01.01.2016 ist nun die neue Fassung dieses Deliktes mit dem Titel „schwere gemeinschaftliche Gewalt“ in Kraft. Im nunmehrigen § 274 StGB wird die wissentliche Teilnahme an einer Zusammenkunft vieler Menschen unter Strafe gestellt, die darauf abzielt, dass durch ihre vereinten Kräfte eine Gewalttat verübt wird. Strafbar wird man nach diesem Delikt allerdings nur, wenn es auch tatsächlich zu solchen gewalttätigen Ausschreitungen gekommen ist.Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den Entwicklungen der letzten Jahre im Zusammenhang mit dem § 274 StGB. Dabei wird zuerst auf dieses Delikt vor der Reform eingegangen und es werden einzelne Vorfälle und die Kritik an dem Delikt näher betrachtet. Nach dem Beschreiben des Reformprozesses wird schließlich die Neufassung des § 274 StGB untersucht und es wird versucht festzustellen, ob mit den Änderungen die Kritikpunkte an diesem Delikt beseitigt werden konnten.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to describe the development of the delict under § 274 of the Austrian Criminal Code. Since the introduction to the Austrian Criminal Code in 1975 this delict has not been used very often. Over the last years, it has become more common, thus leading to more legal proceedings and convictions based on it. Due to criticism, the delict was reformed in the 2015 Criminal Law Amendment Act. At the beginning of 2016, the new version of the delict entered into force.In the current § 274 of the Austrian Criminal Code, the scienter attendance to a gathering of numerous people with the purpose of committing an act of violence is punishable. However, a punishment according to the delict is only possible, if an act of violence was actually committed. This thesis focuses on the developments of the past years in addition to § 274 of the Austrian Criminal Code. First, it will discuss the delict before the improvement and describe particular cases. Afterwards, the critique of the delict and the reform process are explained in detail. Finally, the new version of § 274 of the Austrian Criminal Code is examined with the aim of determining whether the improvements have changed the situation according to the criticism.